Erfolgreiche Zucht des Weißstorches im Linkenheimer Vogelpark |
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Schuljahr 2000/2001
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Josef Manz
(Verein der Natur- und Vogelfreunde e.V. Linkenheim - Hochstetten)
Seit mehreren Jahren kann man im Linkenheimer Vogelpark bei Karlsruhe brütende Weißstörche (Ciconia ciconia) beobachten. Neben der Nachzucht leistet der Vogelpark wertvolle Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit für die stark gefährdeten Tiere. In dem beliebten Ausflugspark erhält die Bevölkerung einen einzigartigen Einblick in das Leben der Störche. Der Weißstorch, einer der bekanntesten Vögel unserer Heimat, hat seit längerer Zeit einen äußerst schweren Stand. Vor allem in den Brutgebieten verschlechterten sich die Lebensbedingungen und damit auch die Möglichkeit einer erfolgreichen Jungenaufzucht dramatisch. Der Vogel des Jahres 1984 und 1994 leidet unter der zunehmenden Nutzung und Zersiedelung der Landschaft, dem Fehlen extensiv genutzten Grünlandes und der Zerstörung feuchter Wiesen und Auenlandschaften, seiner eigentlichen Lebensräume. Fehlende Nistmöglichkeiten, zu wenig und z.T. hoch belastete Nahrung und letztendlich die zunehmenden Todesfallen unserer Zivilisation brachten den Weißstorch an den Rand des Aussterbens. So konnten 1975 in Baden-Württemberg nur noch 15 Storchenpaare gezählt werden (Abb.1).
Abbildung 1 : Bestandsentwicklung des Weißstorches 1949 -1997 in Baden - Württemberg.
1979 rief man daher das Projekt : "Zur Bestandsstützung und Wiederansiedelung des Weißstorches in Baden-Württemberg" ins Leben. Das Ziel war, die Bestände des Weißstorches kontinuierlich zu stärken und die Lebensräume wieder herzustellen. Nachdem sich die Population in der Zwischenzeit stabilisiert hat, wurde das Projekt am 31.6.1998 offiziell beendet. Hieraus resultiert eine neue Gefahr für den Weißstorch, der bei ungünstigen klimatischen Bedingungen auf die Unterstützung, wie er sie u.a. an Orten wie dem Luisenpark in Mannheim und dem Linkenheimer Vogelpark findet, angewiesen ist, da es im Moment noch zu wenige für den Weißstorch geeignete Flächen gibt, als daß er in Notzeiten oder während des Zuges auf die Hilfe der Stationen verzichten könnte. Flugunfähige Tiere sind unabhängig davon ständig auf qualifizierte Hilfe angewiesen.
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