Storchprojekt 2007

Schuljahr 2006/2007

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Wildstorchennest Hochstetten

4.März 2007

Welch ein Unterschied zum vergangenen Jahr!

 

 

 

Krokus 4.3.2007 Märzenveilchen 4.3.2007 "Oster"glocken 4.3.2007

 

Experten sehen die Frühheimkehrer mit Sorge (Auszug aus BNN, Hardtausgabe Nr.56, Seite 17 vom 8.März 2007)

Erste Störche im Vogelpark Linkenheim wurden schon am 17.Januar gesichtet/Bei Kälteeinbruch hilflos

Die Störche sind da. Nicht erst seit heute, schon seit einigen Wochen bevölkern die weit gereisten Zugvögel wieder die Nester in den Dörfern - auch im BNN-Hardtgebiet. 14 Paare sind am 6.März in Linkenheim gezählt worden.

"Frühestens Mitte März treffen die ersten Störche aus ihren südlichen Winterquartieren bei uns in Deutschland ein". So steht es noch im offiziellen "Weißstorch-Projekt Baden-Württemberg" der neunziger Jahre. Dieses Datum hat sich nun gründlich nach vorne verschoben, berichten Storchexperten wie Josef Manz.

Der Ehrenvorsitzende der "Natur- und Vogelfreunde" Linkenheim-Hochstetten hat den ersten Rückkehrer bereits am 17.Januar im Linkenheimer Vogelpark angetroffen. Der nächste Schwung kam am 3.Februar. "Das sind die Störche, die in Spanien, Portugal und Marokko überwintern", erklärt der Storchenvater aus Linkenheim. Nun fehlen noch die "Afrikaner". Sie sind gelb verfärbt von ihrem "Wüstenritt" und erfahrungsgemäß sehr schmutzig, erzählt Herr Manz.

Insgesamt kehren die Störche zu früh in die vermeintlich wieder warmen Gefilde zurück. Durch die Bank wird dafür die globale Erderwärmung verantwortlich gemacht. Der Klimawandel habe Einfluss auf das Zug- und Überwinterungsverhalten der Störche.

"Das kann mitunter in einer Katastrophe enden", befindet Josef Manz. Sind die Störche nämlich schon im Januar, Februar wieder da, so sind sie einem erneuten Kälteeinbruch, wie er vor dem eigentlichen Frühlingsbeginn noch einmal vorkommen kann, ziemlich hilflos ausgeliefert.

Dabei geht es weniger um die Kälte. "Das Futter wird dann knapp, wenn schon so viele Störche wieder zurück sind", erklärt Manz. In Zukunft wird es darauf hinauslaufen, dass von menschlicher Seite immer mehr eingegriffen werden muss. Zufüttern könnte dann die Regel werden.

Natalie Nees


In Hochstetten, auf dem abgesicherten Strommast, besichtigten die Rückkehrer ebenfalls bereits im Januar ihr Nest und begannen bald mit der Reparatur.

Die Aufnahmen entstanden am 4.März 2007, als das Paar schon kräftig "klapperte" und sich auf den Nachwuchs vorbereitete.

Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007
Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007
Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007 Storchenpaar 4.3.2007

Normalerweise beginnt die Brutzeit erst Anfang April. 32 Tage dauert es, bis die Jungstörche schlüpfen. Weiteres Wissenswertes über den Weißstorch enthält z.B. die Internetseite des NABU, ein Infopapier des NABU und unsere Seite über die erfolgreiche Zucht des Weißstorches im Linkenheimer Vogelpark.

16.Juni 2007

Die beiden Jungstörche sollten beringt werden. Für dieses Vorhaben konnte Herr Manz vom Verein der Natur- und Vogelfreunde Linkenheim-Hochstetten wieder einen örtlichen Unternehmer gewinnen, der seine Zeit und sein Fahrzeug zur Verfügung stellte. Allerdings waren die beiden Jungtiere schon flugfähig.

Von den beiden mitgebrachten Kennzeichnungen konnte Herr Manz nur die Nummer A7094 anbringen.

Der zweite Jungstorch entzog sich durch einen beherzten Flug auf das Nachbardach und zog es damit vor, sein Leben auch in Zukunft unberingt zu verbringen.

Am nächsten Tag war der Schreck glücklicherweise vergessen und beide Jungen wohlbehalten wieder gemeinsam im Nest. Die rechte Aufnahme ist datiert vom 26.Juli 2007, die Jungstörche sind schon fast zum Abflug bereit. In der Vergrößerung der Originalaufnahme ist eindeutig erkennbar, dass nur einer der beiden beringt ist, es sich also mit Sicherheit um das Geschwisterpaar aus Hochstetten handelt. Der erwachsene Storch hat die Ringnummer A1035.

 

Weitere Informationen von Herrn Manz:

Linkenheim hat dank des Weißstorchprojekts inzwischen die mit Abstand größte Storchenpopulation der gesamten Region nachdem 1975 in gesamt Baden-Württemberg nur noch 15 Storchenpaare gezählt wurden. Im Vogelpark Linkenheim schafften es in diesem Jahr 17 Brutpaare insgesamt 30 Jungvögel großzuziehen.

Bei den Störchen aus Hochstetten handelt es sich um Wildstörche, da sie weder gezüchtet noch gefüttert werden.

 

Bisherige Statistik des Bruterfolgs in Hochstetten:

2001 nachdem das Nest befestigt wurde 2 Jungtiere, A1223 und A1224
2002 3 Jungtiere, A 2283, A 2284 und A 2285
2003 -
2004 2 Jungtiere, A4078 und A4079
2005 2 Jungtiere, A4441 und A4442
2006 4 Jungtiere, A4958 bis A4961
2007 2 Jungtiere, A7094

 

 

© aller Aufnahmen zum Storchprojekt Ch.Herrmann 2007

 

 

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