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1. Der feste Arbeitsplatz
Man braucht einen festen Arbeitsplatz, an dem man während des Lernens nicht gestört wird. Der feste Arbeitsplatz hilft, Gewohnheiten zu schaffen, die den Körper, unser Denken und Empfinden auf Lernen einstellen.
2. Das Drumherum am Arbeitsplatz
Wichtig:richtige Raumtemperatur, richtiges Licht, gemütlicher Arbeitsplatz, Ordnung, keine Musik; nur die Hefte und Bücher auf dem Schreibtisch, die man für diese Arbeit gerade braucht (keine Spielsachen, Comics usw.). Ein Wegräumen nach der Arbeit ist wieder ein kleines Erfolgserlebnis.
3. Optimale Arbeitszeit
Nach der Mahlzeit ca. eine Stunde warten. Eine allgemein gültige, beste Arbeitszeit gibt es nicht: Bei vielen Menschen ist sie zwischen 8 und 12 und zwischen 16 und 18 Uhr, aber dies kann sich durch Arbeitsbedingungen und Gewohnheiten auch verschieben. Für die meisten ist es gut, sich eine feste Zeit zum Lernen anzugewöhnen (s. 1: Gewohnheiten schaffen) und nach dem Grundsatz zu handeln: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen.
4. Anwärmzeit
Für den Anfang (Anwärmzeit) einen leichteren, interessanten Lernstoff (aus einem Fach, das man gern hat) aussuchen.
5. Einteilung der Hausaufgaben in portionsgerechte Happen
Das Hausaufgabenheft hernehmen und schauen, wie man die Hausaufgabe in portionsgerechte Happen aufteilen kann. Eventuell die einzelnen Happen auf einen Zettel schreiben. Sobald die einzelnen Happen erledigt sind, die entsprechenden Zettel wegnehmen (oder Durchstreichen im Aufgabenheft): So, das ist geschafft! (= Erfolgserlebnis).
6. Reihenfolge der Hausaufgaben
In der Anwärmzeit leichte, interessierende Aufgaben, in der mittleren Phase (nach etwa 15 Minuten) die schwierigeren Aufgaben, am Schluss nochmals eine etwas härtere Nuss (Endspurt).
7. Die S-M-Formel
Schriftliches und Mündliches nicht in zwei getrennten Blöcken lernen (z. B. Mündliches am Schluss, am Abend oder morgens)! Schriftliches und Mündliches abwechseln, um der Eintönigkeit vorzubeugen, die das Leistungsvermögen behindert und den Lernfortschritt hemmt:

8. Die Ähnlichkeitshemmung
Je ähnlicher benachbarte Lernstoffe sind, umso schwieriger ist es, diese zu behalten und auseinanderzuhalten. Daher ist Abwechslung nötig! Die Portionen der Hausaufgabe müssen sortiert werden nach
Arbeitsverlaufskurve
S-M-Formel
Abwechslung der Lernstoffe
9. Abschalten und Umschalten
Eindrücke und Erlebnisse (angenehme und unangenehme) lassen sich nicht abschalten wie ein Fernseher. Zum Abschalten kann v. a. ein Gespräch und z. B. auch ein kleines Konzentrationsspiel helfen.
10. Warum Pausen notwendig sind
Pausen sind ein notwendiger Bestandteil der Arbeitszeit, sie bewirken - richtig eingesetzt - eine Leistungssteigerung:
gleichmäßig verteilen
besser mehrere kurze Pausen als eine lange
kurze Pausen zwischen verschiedenen Lernstoffen.
11. Vokabeln lernen
Vokabeln z.B. in Zehnerblocks lernen und mehrmals in zeitlichem Abstand wiederholen
Eventuell Anlegen einer Lernkartei
Computer als Trainingspartner nutzen
Trainieren mit dem Kassettenrekorder.
12. Je nach Lerntyp lernen
Lerntyp Lesen: Wer liest, hat mehr im Kopf. Lernstoff in erster Linie durch Lesen aneignen.
Lerntyp Hören: Mehr lernen durch Hören. Laut lesen, Rekorder verwenden etc.
Lerntyp Sehen: Mehr behalten durch bildliche Vorstellung. Skizzen, Graphiken usw. verwenden, bildliches Vorstellungsvermögen schulen.
Möglichst verschiedene Lernkanäle benutzen!
13. Die 5-Gang-Lesetechnik
zur besseren Aneignung von Lernstoff grob überfliegen
Fragen stellen
gründlich lesen
Wichtiges zusammenfassen
abschließend wiederholen
14. Anlegen einer Fehlerstrichliste
Für Problemfächer - wenn nötig - Fehlerstrichlisten anlegen (für Hausaufgaben, Extemporalien, Schulaufgaben); Fehlertypologie zum gezielten Lernen, auch für die Rechtschreibung.
15. Zum Lernen gehört die richtige Einstellung
Was interessiert, lernt und merkt man sich am leichtesten. Zum Lernen nicht so interessanter Dinge motiviert Lob, Zuwendung, nicht aber Schimpfen, Nörgeln und Strafen. Ungestörtes Lernen ist nur möglich, wenn primäre Bedürfnisse (Spielen, Liebe, Geborgenheit, Bewegung usw.) gestillt sind. Eine positive Einstellung zur Schule erleichtert das Lernen!
16. Ermutigung zur Frage und zum Gespräch
Dinge, die im Unterricht nicht verstanden wurden, sollte man immer durch eine Frage an den Lehrer klären. Viele Probleme lassen sich leichter lösen, wenn man diese mit jemandem bespricht (Lehrer, Klassleiter, Verbindungslehrer, Schulpsychologin).
In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Lernen!
von Hiltrud Schramm
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