Lerntipps

Schuljahr 2005/2006

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16 Tipps für Hausaufgaben und Lernen

Quelle: http://karlsgymnasium.bestnetz.de/Schulpsychologie/lerntipps.htm

 

1. Der feste Arbeitsplatz

Man braucht einen festen Arbeitsplatz, an dem man während des Lernens nicht gestört wird. Der feste Arbeitsplatz hilft, Gewohnheiten zu schaffen, die den Körper, unser Denken und Empfinden auf Lernen einstellen.

 

2. Das Drumherum am Arbeitsplatz

Wichtig:richtige Raumtemperatur, richtiges Licht, gemütlicher Arbeitsplatz, Ordnung, keine Musik; nur die Hefte und Bücher auf dem Schreibtisch, die man für diese Arbeit gerade braucht (keine Spielsachen, Comics usw.). Ein Wegräumen nach der Arbeit ist wieder ein kleines Erfolgserlebnis.

 

3. Optimale Arbeitszeit

Nach der Mahlzeit ca. eine Stunde warten. Eine allgemein gültige, beste Arbeitszeit gibt es nicht: Bei vielen Menschen ist sie zwischen 8 und 12 und zwischen 16 und 18 Uhr, aber dies kann sich durch Arbeitsbedingungen und Gewohnheiten auch verschieben. Für die meisten ist es gut, sich eine feste Zeit zum Lernen anzugewöhnen (s. 1: Gewohnheiten schaffen) und nach dem Grundsatz zu handeln: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen.

 

4. Anwärmzeit

Für den Anfang (Anwärmzeit) einen leichteren, interessanten Lernstoff (aus einem Fach, das man gern hat) aussuchen.

 

5. Einteilung der Hausaufgaben in portionsgerechte Happen

Das Hausaufgabenheft hernehmen und schauen, wie man die Hausaufgabe in portionsgerechte Happen aufteilen kann. Eventuell die einzelnen Happen auf einen Zettel schreiben. Sobald die einzelnen Happen erledigt sind, die entsprechenden Zettel wegnehmen (oder Durchstreichen im Aufgabenheft): So, das ist geschafft! (= Erfolgserlebnis).

 

6. Reihenfolge der Hausaufgaben

In der Anwärmzeit leichte, interessierende Aufgaben, in der mittleren Phase (nach etwa 15 Minuten) die schwierigeren Aufgaben, am Schluss nochmals eine etwas härtere Nuss (Endspurt).

 

7. Die S-M-Formel

Schriftliches und Mündliches nicht in zwei getrennten Blöcken lernen (z. B. Mündliches am Schluss, am Abend oder morgens)! Schriftliches und Mündliches abwechseln, um der Eintönigkeit vorzubeugen, die das Leistungsvermögen behindert und den Lernfortschritt hemmt:



8. Die Ähnlichkeitshemmung

Je ähnlicher benachbarte Lernstoffe sind, umso schwieriger ist es, diese zu behalten und auseinanderzuhalten. Daher ist Abwechslung nötig! Die Portionen der Hausaufgabe müssen sortiert werden nach

Arbeitsverlaufskurve
S-M-Formel
Abwechslung der Lernstoffe


9. Abschalten und Umschalten

Eindrücke und Erlebnisse (angenehme und unangenehme) lassen sich nicht abschalten wie ein Fernseher. Zum Abschalten kann v. a. ein Gespräch und z. B. auch ein kleines Konzentrationsspiel helfen.

 

10. Warum Pausen notwendig sind

Pausen sind ein notwendiger Bestandteil der Arbeitszeit, sie bewirken - richtig eingesetzt - eine Leistungssteigerung:

gleichmäßig verteilen
besser mehrere kurze Pausen als eine lange
kurze Pausen zwischen verschiedenen Lernstoffen.


11. Vokabeln lernen

Vokabeln z.B. in Zehnerblocks lernen und mehrmals in zeitlichem Abstand wiederholen
Eventuell Anlegen einer Lernkartei
Computer als Trainingspartner nutzen
Trainieren mit dem Kassettenrekorder.


12. Je nach Lerntyp lernen

Lerntyp Lesen: Wer liest, hat mehr im Kopf. Lernstoff in erster Linie durch Lesen aneignen.
Lerntyp Hören: Mehr lernen durch Hören. Laut lesen, Rekorder verwenden etc.
Lerntyp Sehen: Mehr behalten durch bildliche Vorstellung. Skizzen, Graphiken usw. verwenden, bildliches Vorstellungsvermögen schulen.
Möglichst verschiedene Lernkanäle benutzen!

 

13. Die 5-Gang-Lesetechnik

zur besseren Aneignung von Lernstoff grob überfliegen
Fragen stellen
gründlich lesen
Wichtiges zusammenfassen
abschließend wiederholen


14. Anlegen einer Fehlerstrichliste

Für Problemfächer - wenn nötig - Fehlerstrichlisten anlegen (für Hausaufgaben, Extemporalien, Schulaufgaben); Fehlertypologie zum gezielten Lernen, auch für die Rechtschreibung.

 

15. Zum Lernen gehört die richtige Einstellung

Was interessiert, lernt und merkt man sich am leichtesten. Zum Lernen nicht so interessanter Dinge motiviert Lob, Zuwendung, nicht aber Schimpfen, Nörgeln und Strafen. Ungestörtes Lernen ist nur möglich, wenn primäre Bedürfnisse (Spielen, Liebe, Geborgenheit, Bewegung usw.) gestillt sind. Eine positive Einstellung zur Schule erleichtert das Lernen!

 

16. Ermutigung zur Frage und zum Gespräch

Dinge, die im Unterricht nicht verstanden wurden, sollte man immer durch eine Frage an den Lehrer klären. Viele Probleme lassen sich leichter lösen, wenn man diese mit jemandem bespricht (Lehrer, Klassleiter, Verbindungslehrer, Schulpsychologin).

In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Lernen!

von Hiltrud Schramm

 

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