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Im Rahmen der Kooperation mit dem KIT Campus Nord Karlsruhe machen in diesem Schuljahr wieder alle 9. Klassen einen Lerngang ins FTU. Der ganztägige Informationstag umfasst Praktika und Führungen zu den Themen Radioaktivität und Kernkraft.
Organisiert und durchgeführt werden die Veranstaltungen von Kursleitern und Mitarbeitern des FTU nachdem das Programm vorher unter Federführung von Herrn Eggert genau auf die Schülerinnen und Schüler der RSL abgestimmt wurde.
Begleitet werden die Klassen von ihrem Physik bzw. NWA-Lehrer und dem jeweiligen Klassenlehrer.
Am Dienstag, dem 15.Juni 2010 hatte die Klasse 9d als erste die Gelegenheit, das Strahlenschutz-Praktikum durchzuführen und interessante Einblicke in das Thema zu gewinnen. |
Nach der Begrüßung durch Herrn Norbert Liebe erfolgte eine Unterweisung in die Sicherheitsmaßnahmen, die beim Umgang mit und in der Nachbarschaft von strahlendem Material unbedingt zu beachten sind. Unter anderem lernten die Schülerinnen und Schüler den Unterschied zwischen Radioaktivität, Strahlung und Kontamination kennen und was sich unter dem Begriff der "3 As" verbirgt.

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Und gleich ging es praktisch zur Sache: die Radioaktivität in Alltags- und Gebrauchsgegenständen sollte bestimmt werden.
Dazu standen neben einigen Untersuchungsobjekten zwei verschiedene Messgeräte - ein Geiger-Müller-Detektor und ein Szintillations-Detektor - zur Verfügung.
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Gemessen wurden Alpha- Beta- und Gammastrahlung in cps (=counts per second) und in µSv/h (= Mikrosievert pro Stunde).
Erstaunlich: von allen untersuchten Gegenständen war der Kompass am strahlungsintensivsten!
Ergänzt wurde die praktische Arbeit durch Informationen darüber, wie es überhaupt zu diesen natürlichen Strahlungen kommt. |

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Keine Zeit zum Ausruhen!
Das nächste Praktikum mit intensiven Mess- und Rechenaufgaben wartete schon.
"Bestimmung der Radioaktivität in der Luft" mit Hilfe von Staubmessung wurde anschaulich von Frau Sitter erklärt und anschließend von der Klasse selbst durchgeführt. |
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| Mit Hilfe des "Großflächenproportionalitätsdurchflusszählers" sollten im Luftstaubsammler auf Glasfaserfiltern gesammelte Staubpartikel auf Strahlung untersucht werden. Dazu musste in einer streng zeitlich vorgeschriebenen Versuchsanordnung der Zähler kalibriert, abgelesen und die Ergebnisse anschließend berechnet werden. Dreißig konzentrierte Minuten beobachten, notieren, vergleichen und rechnen! |
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| Eine halbe Stunde Mittagspause, schon ging's weiter in die ständige Ausstellung des Fortbildungszentrums. Sehr spannend war das "schwebende" Metallstück, zuerst gekühlt in Flüssigstickstoff, die Demonstration der für die Medizin entwickelten Handprothese, das Benzin der Zukunft und nicht zuletzt die Nebelkammer, in der Strahlung sichtbar gemacht werden kann. Herr Naber und Herr Liebe führten mit kurzweiligen Erklärungen durch die informative Sammlung. |
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Für den letzten Tagespunkt, die Besichtigung des FR2-Museums mit "Atom-Rallye", mussten wir sogar den Bus benutzen - so groß ist das Gelände des KIT.
Zuerst ging es vier Stockwerke hoch in die ehemalige Kontrollzentrale des Versuchsreaktors. Ein Raum wie aus längst vergangener Zeit - ohne Elektronik wurde alles per Hand geschaltet und die Kontrollergebnisse auf Endlospapier ausgedruckt. Dabei wurde der Forschungsreaktor 2 (FR 2) von 1961 bis 1981 am Kernforschungszentrum Karlsruhe (heute Karlsruher Institut für Technologie) betrieben, also noch gar nicht sooo lange her.
Im ehemaligen Reaktor befindet sich heute eine interessante Ausstellung mit zahlreichen Informationen über Kernkraftwerke und Kernenergie, die richtige Quelle zum Ausfüllen der Rallyefragen.
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Anschaulicher kann Physik kaum sein.
Dieser Lerngang zeigt den großen Gewinn, den die Partnerschaft RSL - KIT für die Schülerinnen und Schüler bringt. Er ist nur eine von vielen Aktivitäten, die durch die hervorragende Zusammenarbeit ermöglicht wird.
Die Dozenten des Tages, hauptverantwortlich Herr Liebe und Herr Naber, konnten die schwierige Materie verständlich erklären, der Tag verging erstaunlich schnell und trotz aller Anstrengung war er so abwechslungsreich, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zum Schluss durchhielten und aktiv mitarbeiteten. Im weiteren Unterricht werden sie sicher auf das Gelernte zurückgreifen können.
Herzlichen Dank!
(Text und Fotos: hr, 16.06.2010) |
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