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Moosbronn/ 02.02.2010 Nachdem die lange geplante Expedition zur Winterbesteigung des Mahlberges, des mit 616 m höchsten Berges des Landkreises Karlsruhe, mehrfach wegen widriger Wetterverhältnisse verschoben werden musste, standen die Zeichen für den Dienstag, den 2. Februar auf „Grün“:
Die Wetterprognose lautete: Am Vormittag wechselnd bewölkt, keine Niederschläge, Temperatur –1 bis +3 Grad. Ab dem Nachmittag Unwetterwarnungen durch orkanartige Böen und starken Schneefall.
Nach reichlichem Überlegen beschlossen die erfahrenen Expeditionsleiterinnen U.Weißbach-Beck und D. Braun das Abenteuer, auf das sich die 27 Kindern der Klasse 5c schon so lange gefreut hatten, anzugehen. |

| Von vorneherein war klar, dass keine Sherpas zur Verfügung standen, und so mussten die Kinder ihre Rucksäcke selbst tragen. Außerdem hatte man sich im Vorfeld geeinigt, um Kräfte zu schonen, zu dritt abwechselnd einen Schlitten zu ziehen. |
Nach 1 ½ stündiger Anfahrt mit Bahn und Bus startete die Gruppe am Basislager 1 in Moosbronn an der Kirche.
Alle waren angesichts der optimalen äußeren Bedingungen frohen Mutes.
Doch schon beim Anstieg zum Basislager 2 nach ca. 300m (Waldfriedhof Moosbronn) war die Gruppe weit auseinander gerissen, so dass bei den Expeditionsleiterinnen die ersten Zweifel aufkamen, ob die Besteigung des Mahlberges, ca.2km, am heutigen Tag noch gelingen konnte.
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Diese böse Vorahnung sollten sich bald bestätigen. Schon nach der ersten Schikane, einem Steilanstieg von ca. 50m, stellte sich heraus, dass die wenigsten konditionell in der Lage waren, die Schlitten den Berg mit hinaufzuziehen.
Deshalb beschloss man, die Schlitten an geeigneter Stelle zurückzulassen und ohne diese den Gipfelsturm zu wagen.
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Die unerfahren Expeditionsteilnehmer machten es sich mit dem Aufstieg insofern noch schwerer, als dass sie entgegen den Anweisungen ungeordnet durch den teilweise 30cm-40cm tiefen Neuschnee liefen und sich immer wieder gegenseitig in den tiefen Schnee schubsten.
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Erst als die Expeditionsleiterinnen die Kinder aufforderten, alle in der Spur zu laufen, kam man ca. 200m weiter und die Hoffnung machte sich breit, den Mahlberg doch noch bezwingen zu können.
Es stellte sich jedoch leider heraus, dass die Expeditionsleiterin D. Braun, die die Kinder im Sport unterrichtet, die Kondition der Einzelnen falsch eingeschätzt hatte.
Schon bei der nächsten etwas steileren Serpentine verließ die Kinder endgültig ihre Kraft.
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Den Expeditionsleiterinnen bot sich ein erschreckendes Bild. Entkräftet, kaum mehr in der Lage zu stehen, der totalen Erschöpfung nahe warfen sich die Kinder stöhnend auf den Boden. |

Spätestens jetzt wurde klar, die Expedition war gescheitert!!!!
Obwohl der Gipfel ganz nahe war, beschlossen D. Braun und U.Weißbach - Beck, aus Sorge um Leib und Wohl der Kinder das Unternehmen abzubrechen.
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Die Bergrettung musste nicht alarmiert werden, denn sofort nach dem die beiden Leiterinnen den Abstieg bekannt gaben, kehrten alle Kräfte auf wundersame Weise in die Kinder zurück.
Glücklich, dem Bergtod entronnen zu sein, kehrte die Gruppe, nachdem man die Schlitten wieder aufgenommen hatte, in das Basislager in Moosbronn zurück.
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Nicht erklärbar für die beiden Expeditionsleiterinnen war, wo die Kinder auf einmal die Kraft her hatten, „stundenlang“ zu rodeln.
Ohne Murren zogen sie auch ihre Schlitten unentwegt den Hügel hinauf, um sich gleich wieder mit lautem Geschrei ins Tal zu stürzen.
Nachdem man im Hotel „Mönchskopf“ bestens gespeist hatte, zog es sie sofort wieder zum Rodelhügel hin.
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Die Heimfahrt trat man unter Protest an, denn die meisten wollten noch ein wenig bleiben.
Irgendwie schienen sie nicht ausgelastet!?!
Fazit: Der Mahlberg wurde zwar nicht bestiegen, aber sonst war die „Expedition“ ein voller Erfolg!
Und was dieses Jahr nicht geklappt hat, kann ja nächstes Jahr klappen!
D.Braun
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