
Intensive Betreuung macht Zusammenhänge klar
Die Klasse 9d besuchte am 12. Juli 2007 das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt, um an einem Lehrgang rund um Radioaktivität teilzunehmen. Neben Vorträgen und Praktika besuchten wir auch ein stillgelegtes Kernkraftwerk.
Im folgenden Schuljahr entschied sich eine Gruppe von sechs Schülern der 10d im Rahmen eines Projektes mit der FTU zusammen zuarbeiten. Uns Schülern wurde Herr Liebe als Mentor zur Seite gestellt, der uns betreute und beriet. Unsere Gruppe entschied sich dafür, dass wir Radioaktivität in Pilzen messen wollten. Dazu stellten wir uns die Frage, ob wir „Killerpilze“ vor unserer Haustür finden würden. Deshalb sammelten wir Pilze, zerkleinerten und trockneten sie. Bei Herrn Liebe im FTU stellten wir einen Arbeitsplan auf, führten wir die Messungen durch und werteten sie aus. Unser Klassenlehrer Herr Eggert begleitete uns ebenfalls bei einigen Treffen im FTU. |
In den Pilzen wollten wir radioaktives Caesium-137 nachweisen, denn Pilze lagern gerne dieses Schwermetall ein. Cs-137 entstand hauptsächlich bei Atomtests in den 60er Jahren und bei Reaktorunfällen wie z.B. in Tschernobyl 1986. Da Cs-137 eine Halbwertszeit von ca. 30 Jahren hat, lässt es sich noch gut nachweisen.
Warum ist Cs-137 gefährlich? Wenn man radioaktive Stoffe über die Nahrung aufnimmt, werden sie teilweise im Körper eingelagert und zerstören die Organe direkt von innen.

Messgeräte für ionisierende Strahlung
Wir ermittelten die Zerfälle des Cs-137 pro Sekunde, da jedes zerfallende Cs-Atom ein ß-Teilchen aussendet. Dabei fanden wir bei Maronen die höchsten Werte. Nach der Auswertung unserer Messungen stellte sich heraus, dass die radioaktive Belastung aller Pilzproben weit unter den gesetzlichen Grenzwerten lag. Also „Killerpilze“ konnten wir jedenfalls nicht finden.
Aus diesen Ergebnissen erarbeiteten wir eine Präsentation, die wir unseren Mitschülern vorstellten. |