Am Montagmorgen, den 23.09.2002 war es endlich soweit: Wir starteten unsere Abschlussfahrt um 8 Uhr in Richtung Südtirol/St. Jakob im Ahrntal. Den Bus teilten wir uns mit einer 9. Klasse aus Emmendingen. Nach einer langen und anstrengenden Fahrt kamen wir endlich um ca. 17:45 Uhr in Südtirol in unserer Jugendherberge an, wo uns unser Herbergsvater Markus herzlich empfing. Dann begannen wir die Zimmer zu verteilen (wir waren im Neubau!) und unser Gepäck zu verstauen. Danach aßen wir zu Abend und erkundeten die Herberge noch etwas genauer.
Am Dienstag ging es gleich morgens um 9 Uhr richtig rund - wir machten uns auf zu unserer Rafting-Tour. Obwohl es extrem kalt war und sich einige Mädels am Anfang nicht so recht trauten, stiegen doch alle nach einigen Überredungskünsten der Jungs in die Boote und stürzten sich in die Fluten. Nachdem aber alle danach doch ziemlich durchgefroren waren, freuten sich alle auf eine heiße Dusche und ein warmes Essen in der Herberge. Den Abend gestalteten die meisten individuell. Manche gingen in das ca. 5 min entfernte Pub (was sehr lustig war!), andere blieben in ihren Zimmern oder versammelten sich im Keller und spielten Tischtennis.
Nach einer kurzen Nacht ging unsere Action-Tour am nächsten Tag auch schon gleich weiter. Nach einer morgendlichen Wanderung (die wegen der Steigung doch etwas anstrengend war), trafen wir gegen 13 Uhr, mit extra für uns gemieteten Kleinbussen, an unserem nächsten Ziel, dem Hochseilgarten, ein. Dort war es so kalt, dass es schneite, und alle waren froh, dass sie doch ihre Winterjacken anhatten.
Nachdem wir gesichert wurden und uns alles erklärt wurde, mussten wir zuerst eine Seilbahn herunterfahren...das war sehr lustig, denn man hing plötzlich nur noch an einem Seil und fuhr an den Baumkronen vorbei. Am Ende der Seilbahn wartete ein Mann auf uns, der uns abfing.
Von da an war man auf sich alleine gestellt - man konnte nun von Baum zu Baum auf einem Seil in den unterschiedlichsten Kombinationen gehen: mal im Sitzen, mal gerade rüber, Zickzack....alles war dabei. Man hatte nur jeweils ein Seil über sich gespannt, an dem man gesichert war und sich etwas festheben konnte. Man lief also eigentlich völlig frei durch die Luft. Das war ein riesiger Nervenkitzel für alle. Viele konnten es aber dort oben nicht lange aushalten und baten recht schnell darum, sich auf den Boden abseilen zu dürfen, da man in ca. 10 Meter Höhe doch schnell Angst bekommen konnte. Einigen aber machte die Höhe überhaupt nichts aus und turnten dort oben nach Lust und Laune herum. Unten warteten diejenigen, die sich erst gar nicht nach oben getraut hatten, auf die anderen. Trotz der Kälte war der Hochseilgarten für alle etwas Besonderes und alle, die oben waren, waren sehr stolz auf sich. Um ca. 17 Uhr traten wir die Rückfahrt zu unserer Herberge an. Nach dem Abendessen, hieß es dann: Duschen, Umziehen, Schminken, stylen und auf zur Disco!
Minitaxis brachten uns zum "Hexenkessel", einer angeblichen Diskothek. Doch dort erwartete uns nur ein Oldie- und Schlagerabend. Da wir nun alle enttäuscht waren und nicht wieder zurück wollten, organisierten Frau Weißbach-Beck und Herr Oczko eine weitere Fahrt zu einer richtigen Diskothek, dem "Dancing". In der Zwischenzeit spielten Adam und Dominik Türsteher, und verlangten die Ausweise der Besucher, die in den "Hexenkessel" wollten. Voller Überraschung zeigten diese ihnen auch ohne weiteres ihre Ausweise *g* (Adam und Domi sehen halt aus wie Türsteher *g* ;-))
Als wir dann nach ca. einer halben Stunde im "Dancing" ankamen, freuten sich alle aufs Tanzen und Abfeiern. Dort gab es sogar "Bull-Riding" (s.o.!) , bei dem unsere Janine den 3. Platz machte *lob*, und somit gegen die Jungs gewann! Obwohl fast alle die ganze Nacht noch hätten durchtanzen können, fuhren wir um 1 Uhr nachts in unsere Herberge zurück.
Am Donnerstag ging es aber auch schon wieder weiter. Um 9 Uhr liefen wir zu einem Fluss, über den wir eine Seilbrücke bauen mussten. Bei der einen Gruppe lief auch alles hervorragend, aber bei der anderen Gruppe klappte es irgendwie nicht so ganz. Es kam so weit, dass das Seil im Fluss an einem Stein fest hing und Dominik es herausziehen wollte, dabei aber unglücklicherweise in den Fluss stürzte (Wassertempertur ca. 3°C!). Katharina und Adam halfen ihm als er ans andere Ufer geschwommen kam sofort heraus und wickelten ihn in ihre Jacken ein. Dann kam auch schon Frau Weißbach-Beck herbei geeilt und kümmerte sich um den durchgefrorenen Domi.
Nach dem Mittagessen, teilten wir uns auf, eine Gruppe ging ins Schwimmbad, die anderen, die nicht schwimmen wollten, vertrieben sich die Zeit im Dorf mit Eisessen, einkaufen etc. Abends trafen wir uns aber alle in der Pizzeria über dem Schwimmbad. Die Pizza schmeckte ausgezeichnet und es war sehr schön dort. Gegen 21 Uhr trafen wir wieder in der Jugendherberge ein.
Irgendwann danach kamen die Jungs darauf "Jackass" zu spielen und sprangen nackt (!) in den Pool, der zu der JH gehörte (ca.- 1°C Außen-, 3° Wassertemperatur!). Damit auch alles professionell war, ließen sie sich dabei von Herrn Oczko filmen. *Die Mädchen fanden's lustig*!
Gegen 23 Uhr erschraken dann aber alle im Haus, denn der Feueralarm ging auf einmal los und alles stürmte aus dem Haus. Es stellte sich aber schnell heraus, dass es nicht brannte, also ein Fehlalarm war. Zuerst wurde unsere Klasse verdächtigt, den Alarm durch Zigaretten ausgelöst zu haben, was aber unmöglich war, denn alle Raucher waren zu dieser Zeit im Pub.
Also wurde die andere Klasse, die im Altbau war, verdächtigt, es sich aber herausstellte, dass sie es auch nicht gewesen waren. Man erklärte sich den Alarm dann so, dass der Rauch vom Keller (wo man eigentlich auch nicht rauchen durfte *g*) ins Obergeschoss gezogen war und somit der Rauchmelder den Alarm ausgelöst hatte. Nach einiger Zeit beruhigten sich aber alle wieder, und wir feierten noch bis in die Nacht hinein, da es ja unser letzter Abend war...
Am Freitagmorgen standen alle sehr mühsam auf und packten noch schnell die letzten Sachen zusammen. Nach dem Frühstück fuhren wir um 8 Uhr schon wieder zurück in Richtung Linkenheim. Im Bus waren wir uns alle einig, dass wir gerne noch länger geblieben wären.
Doch nach ein paar Minuten Fahrt holten fast alle ihren Schlaf nach und nickten ein.
Um ca. 17 Uhr hatte uns Linkenheim wieder - müde, verschlafen, und mit einer gewissen Vorfreude auf Zuhause kamen wir an, begrüßten unsere Eltern, verabschiedeten uns voneinander und fuhren nach Hause.
Doch eins ist sicher: Diese Abschlussfahrt werden wir niemals vergessen!!