Unser Lerngang nach Holzmaden

Schuljahr 2001/2002

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Am 06.06.02 machten sich alle "Fünfer" unserer Schule mit ihren Klassen- und Erdkundelehrerinnen auf den Weg nach Holzmaden.

Auf dem Programm standen eine Erlebnistour durch zwei Tropfsteinhöhlen mit dem "Höhlentest", eine Ralley durch das Museum Hauff und zum Abschluss eine für alle erfolgreiche Fossilliensuche im Schieferbruch.

Diesen erlebnisreichen Tag hat unsere Klassenlehrerin Frau Werner in Bildern festgehalten und wir (Klasse 5b) haben uns dazu einige Kommentare einfallen lassen. Viel Spaß...

 

Endlich sind wir nach einer anstrengenden und steilen Wanderung an unserer ersten Höhle, der Gutenberghöhle angekommen.

Die Höhle ist hauptsächlich von paläontologischem Interesse. Im Eingangsbereich, dem Heppenloch, wurden Reste mittelpleistozäner Tiere gefunden, so z.B. Nashorn, Höhlenbär, Höhlenlöwe und Wilpferd. Für die Schwäbische Alb einmalig sind Funde von Gibbonaffe und Alpenwolf. Diese Ausgrabung war die erste Unternehmung des neugegründeten Schwäbischen Höhlenvereins.
(Quelle: http://www.showcaves.com/english/de/index.html)

Ein schöner Blick von der Gutenberghöhle ins Tal und die Berglandschaft der Schwäbischen Alb. Ist das nicht hinreißend ?

Frau Karch, unsere Erdkundelehrerin, "lehrt" uns die verschiedenen Baumarten - sie kann's nicht lassen.

Endlich ging es los: In dem ersten großen Höhlengewölbe, der sogenannten Knochenlagerhalle erklärt uns der nette Höhlenführer, dass wir die Tropfsteine nicht berühren dürfen, da sie sehr empfindlich sind und durch die Berührungen im Laufe der Zeit zerstört werden. Wir bekamen von ihm Papier und Stifte, damit wir uns die Namen der Höhlenhallen aufschreiben konnten - wer alle Hallen richtig erkannte, sollte einen Preis erhalten.

In der Maurenhalle erklärt er uns, warum die Tropfsteine grau sind:
Das kommt von den Fackeln (im letzten Jahrhundert gab es in der Höhle noch kein Licht), es ist also Ruß, der die Tropfsteine grau gefärbt hat.

In der Abzweigungshalle erfahren wir, dass es in der Höhle auch Perlen gibt:
Kalkperlen, die sich in einer Wasserpfütze über eine lange, lange Zeit hin gebildet und gesammelt haben. Auch lernen wir, dass es in der Höhle immer 8°C kalt ist, egal ob Sommer oder Winter und deshalb auch Fledermäuse hier gerne überwintern.

Auf diesem Bild sieht man einen großen Tropfsteinfelsen von der Decke hängen.
Sieht er nicht toll aus ?!

Frau Karch umgeben von Tropfsteinen in der Gotischen Halle und einem staunenden Felix.

Hier sieht man uns von hinten, auf dem Weg zur zweiten Höhle, der Gußmannhöhle.

Die Höhle wurde 1890 von Karl Gußmann entdeckt, einem Mitbegründer und dem ersten Vorsitzenden des Schwäbischen Höhlenvereins. Er war gleichzeitig auch einer der ersten Höhlenforscher der Alb. Karl Gußmann war der Pfarrer von Gutenberg.

(Quelle: http://www.showcaves.com/english/de/index.html)

Wir sitzen erschöpft vor dem Eingang der Gußmannhöhle und hören der Höhlenführerin zu.

 

Plesiosaurier

 

Die Plesiosaur sind, was ihre Körperform betrifft, einzigartig. Sie besaßen einen gedrungenen Rumpf, einen schlangenartigen Hals und etwa vier gleich große Flossen. In den Posidonienschiefern von Holzmaden wurden bislang nur 13 vollständige Exemplare und vereinzelte Reste von Plesiosauriern gefunden.


Land und Meer zur Jurazeit

Das heutige Bild der Erde ist nur eine Momentaufnahme. Denn die Kontinente driften stetig auseinander. Auf der Nordhalbkugel war der einst zusammenhängende Großkontinent Laurasia bereits auseinandergebrochen. An den Bruchstellen überfluteten flache Schelfmeere das Land.

Ein solches Meer war das Jurameer. Es bedeckte bis auf wenige Inseln weite Teile Europas. Zur Zeit des Schwarzen Jura war das Gebiet der heutigen Fossilienfundstätte Holzmaden rund 150 Kilometer von der nächsten Küste entfernt.
(Quelle: http://www.urweltmuseum.de)

Auf diesem Bild sieht man uns nun im Museum Hauff.

Unsere Erdkundelehrerinnen haben eine Museums-Ralley für uns vorbereitet. Hier erforschen wir gerade mit Hilfe eines Kartenmodells den Vulkanismus in der Schwäbischen Alb.


Zum Atmen mußten diese Fischsaurier immer wieder an die Oberfläche. Ihr Körper war so perfekt an das Leben im Wasser angepaßt, daß sie zur Eiablage nicht mehr an Land kriechen konnten, sondern wie Säugetiere voll entwickelte Jungtiere zur Welt brachten. Sie waren schnell schwimmende Jäger. In ihren Mägen findet man gelegentlich Reste unverdaulicher Nahrung: Fanghaken von Tintenfischen, Schuppen und Knochenreste von Fischen.
(Quelle: http://www.urweltmuseum.de)


Ichthyosaurier

Ichthyosaurier sind die häufigsten und besten erforschten Reptilien der Jurazeit. Bis zu 18 Meter messen die längsten bekannten Exemplare. Ihre Vorfahren waren landlebende Saurier.

Wir bestaunen ein großes versteinertes Reptil, vermutlich aus der Jurazeit, gehört zum Erdmittelalter.

Eine riesige Versteinerung einer Pflanze, unglaublich.

 

Hier noch eine toll erhaltene Versteinerung. Ob wir so etwas auch bei unserer Fossilliensuche im Schieferbruch finden werden ?

(Quelle: http://www.urweltmuseum.de)

 

Unsere Lehrerinnen legen eine kleine Pause ein.

Der Schwäbische Jura

Die Schwäbische Alb ist aus den Schichten des Schwarzen, Braunen und Weißen Jura aufgebaut. Zusammen sind sie etwa 700 Meter mächtig. Sie entstanden vor 190 bis 130 Millionen Jahren am Grunde des Jurameeres und wurden später emporgehoben. Holzmaden liegt am Fuße der Schwäbischen Alb inmitten des Schwarzen Jura.

Seine ölhaltigen Schiefer sind die Hinterlassenschaft des Faulschlamms, der sich am Grunde des Jurameeres ablagerte.Hier findet man besonders viele und sehr gut erhaltene Fossilien. Denn in dem sauerstoffarmen Schlamm verwesten die Körper toter Tiere nur sehr langsam.
(Quelle: http://www.urweltmuseum.de)

Jetzt sind wir dran: Alle Fünfer fallen über den Schieferbruch her.

Drei Jungs machen sich über einen großen Brocken Stein her: Gemeinsam sind wir stark!

Es geht doch nichts über eine gute Ausrüstung: Kevin ist mit seinen riesengroßen Handschuhen ganz vertieft in seine Arbeit.

Höchste Konzentration bei der Arbeit im Schieferbruch.

Eine wunderschöner Fossillienfund in den Händen von Svea.

Auch Madeleine wird fündig.

Männer bei der Arbeit lassen sich nicht stören.

Ihr stolzes Exemplar.

Total vertieft in ihre Arbeit.

Das war nun also unser Lerngang: Wir haben viel gesehen, gehört, manches Interessante uns auch gemerkt und gelernt, geklopft und gefunden.
Tschüss, eure Fünfer.

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