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Tolo
/ Peleponnes
Tagebuch
der Klasse 10 b
1.Tag
Vorfahrt eines offenen Cabrios, Vanessa steigt
aus, der Regen fängt an........
Abreise um 21.00 in Linkenheim
Ein netter Busfahrer. Mal sehen, ob wir am
Ende auch noch so über José denken.
Ein Sitz ist kaputt - ausgerechnet der von
mir ( Sabrina ) aber doch kein Grund, den Platz zu wechseln oder doch
....????. José bleibt unbeeindruckt.
Es regnet ziemlich stark, als wir auf der
B 36 fahren.
Videos, Vesperbrote, die manche an Hundefutter
erinnern.....hhhhmmm
Meli hält alle wach...... "Gebt
ma was zum Malen und ich bin still" ... Von wegen !!!!
Volle Mülleimer, Musik, Schlaf.....
Um ca. 23.30 erreichen wir die Schweizer
Grenze und machen eine kleine Rast. Kleingruppenbildung ist endlich möglich
und ein bisschen Zeit für unsere Mädchen, ihre Flirt-Künste
an Italienern auszuprobieren.
Um 24.00 fahren wir dann Richtung Italien.
2.
Tag
Ankunft gegen 10.00 in Ancona/ Italien
Abfahrt von Ancona um 13.00 mit dem Schiff "Blue Star" nach Griechenland.
Ziel: der Hafen von Patras auf dem Peleponnes am nächsten Tag
Die italienische Polizei hält uns an,
kontrolliert, lässt uns weiterfahren....
Viele "gaffen" jetzt, wir auch!!
Wir sind im Süden..
Im Hafen lernen wir die Klasse aus Blankenloch
kennen.
Abends auf dem Schiff ist Disco angesagt
" Twist again "
Die Stimmung ist gut ....
3. Tag
Ankunft in Patras morgens um 10.00 ( griech. Zeit ), Gott sei
Dank !!
drittgrößte Stadt Griechenlands,
Hafenstadt, Universitätsstadt ..........laut
Weiterfahrt auf der Küstenstrasse Richtung
Osten,
Sehnsucht nach Duschen
Viele Hunde –platte und ganze !
Die ersten Erkundungen, auch kulinarischer
Art .
Das Souvlaki – Hauptmahlzeit aller
Griechen auf Reisen – in den verschiedenen Variationen hält unserer
kritischen Einstellung stand. Lecker !!
Nichts für Vegetarier !!
Der Isthmus Tolle Aussicht von der Brücke, die über
den Isthmus führt.
Tief und viele Fragen ??? Wer weiß
noch, wann sie diesen Durchbruch gemacht haben ??
Oh, auch das noch !! Erdkundestunde ???
Na ja, mit viel Mühen kriegen wir das
doch noch raus .
Der Isthmus verbindet das Ionische Meer mit
der Ägäis. Weiß jemand noch, welches Meer was ist ????
Die Tiefe versucht ein Schüler mit dem
Wurf einer Münze zu ergründen. Tolle Idee, aber Pech – in Physik
wohl schlecht aufgepasst. Den Wind missachtet. Die Münze landet irgendwo
in den Büschen.
Meli streichelt die ersten streunenden Hunde.
Der Anfang einer langen Geschichte....
Alt-Korinth Viele tolle Säulen –
Haben wir das nicht irgendwann schon in BK
gesehen ???
Dorische Säulen, ionische Säulen
und korinthische Säulen !!!!!
Im Museum Statuen ohne Köpfe, warum
wohl ? Wir spekulieren.......
Das berühmte Mosaik interessiert in
dem Moment wohl niemand mehr.
Der Hunger meldet sich schon wieder.
Das Potenzial der 10b schreitet über
die antike Prachtstrasse hinein in die Gegenwart.
Gyros mit pitta steht auf dem Programm –
einige bekommen Bauchschmerzen .
Aus Hunger oder wegen zu großer Mengen
Souvlakia.......
Ankunft gegen 19.00 in
Tolo / im Hotel Frini
Wir freuen uns
Das Hotel ist schön und wir erobern
schnell unsere Zimmer.
Großes Zimmer mit einem riesengroßen
Balkon, der Balkontreff direkt neben dem Zimmer von Herrn Aigner
!!!
Balkone direkt gegenüber einem Szene-Treff,
offen, einladend.
Wir lernen schnell den Besitzer der Bar kennen.
Duschen , duschen , duschen und ..............
Sich wieder wie ein Mensch fühlen.
Der Streit um die Betten. Wer darf im schönsten
Bett liegen ?????
Chaos wird verbreitet, Koffer gehen nicht
auf, das Leben aus dem Koffer beginnt...
Wir freuen uns auf das Essen .
Die Taverne - zwei Minuten vom Hotel entfernt
– ist schön.
Das Meer, direkt vor unserer Tür –
baden – hineinstürzen –herrlich
4. Tag
Kurze Busfahrt durch Oliven- und Orangenhaine
bis nach Epidaurus ,
Das antike "Wellness - Zentrum,
das Heiligtum des Asklepios.
Die alten Griechen wussten schon, was der
Mensch braucht, um gesund zu werden und zu bleiben : Medizin, Massagen,
Natur, betörende Gerüche, Wein, Essen und natürlich das
Theater (Schauspiele und Konzerte ... )
Toller Sound
"Please look at the little rock in the
middle" ( ganz kleiner Stein )
Dort stellt sich ein Italiener hin und singt
das Ave Maria .
Der "Soundcheck" von Frau Friedmann
entfällt.
Mariekes Test ist erfolgreicher...
5. Tag
Mykene
Die erste europäische Hochkultur.
Was bitte ??? Griechenland liegt in Europa
???
Wir stehen an der Wiege unserer europäischen
Kulturwurzeln,
suchen Gräber ( wer weiß noch,
wo Agamemnon liegt ??? ),
bestaunen das Kuppelgrab, in dem Atreus,
der Vater von Agamemnon begraben lag,
finden Tatorte ( Klytemnästra ermordete
nach einem üppigen Mahl ihren nach 10 Jahren aus Troja heimgekehrten
Mann Agamemnon, später rächt der Sohn den Mord an seinem Vater......
und wir finden im Lichte unserer kleinen
Taschenlampe das unterirdische Quellen – und Wasserversorgungssystem mit
einer Maus ....ihhhhhh!!!!! Dunkel ist es ! Wo ist der Lichtschalter ???
bestaunen die grandiosen Leistungen aus der
Zeit um 1250 v. Chr. und hören, dass Schliemann (ein sogenannter
Quereinsteiger unter den Archäologen), der Mykene ausgegraben hat,
15 Kilo reines Gold dort fand.
Kaum zu glauben, aber wahr –faszinierend!!!!
Faszinierend auch der Abend - ein kurzes
Unwetter - klare Sicht....
schöne Gitarrenklänge und eine
herrliche Stimme von Andi!!!!!!
Die Nacht der Nächte......................
6. Tag
Ausschlafen!!!!!!!!
Wandertag / Erkundungen
in Tolo
Beim Frühstück gähnende Leere
. Wo seid ihr denn alle ?
Wie gut, dass wir alle unsere Wanderschuhe
vergessen haben .........................
Die meisten liegen faul am Strand .
Ein paar schwimmen zur Insel rüber .
Marathonstrecke !!!!!
Olympiaverdächtige Leistung von Vanessa
und Sören .
Seeigel werden gefunden. Leider die falschen,
keine essbare Sorte ist dabei. Es bleibt bei der Demonstration der Zubereitung
zum Essen .
Schwächeanfall von Steffi-schnell wieder
gestärkt
Einladung zum griechischen Wein ( schön
geharzt ).............
Das ist fast so schön wie der Schnellkurs
für Griechenlandeinsteiger in den ach so normalen Alltag in Griechenland
am Bahnhof in Argos
Eine Delegation ( !!!!! , wir hatten am Tag
zuvor angerufen ) erwartet die Lehrer am Bahnhof in Argos.
"O Kontos"( = der zu kurz Geratene,
= Rufname des Bahnhofsvorstehers) erwartet uns. Wir trinken Kaffee, erfahren
alle Pläne für die Zeit nach der Pensionierung, werden mit den
amüsantesten Geschichten aus der Geschichte und der Gegenwart versorgt
und beobachten die "Herstellung/ Ausstellung der heiß begehrten
Fahrkarten für die Zahnradbahn, um nach Kalavrita zu kommen.
Beim Anblick der alten Morsemaschinen wird
uns klar, warum das mit der telefonischen Abwicklung der Fahrkartenbestellung
nicht klappen wollte.
7. Tag
Navplion ( Nauplia )
ehemalige Hauptstadt von Griechenland ( 1829-34
)
Kapodistrias , dem ersten griechischen Regierungschef
in Navplion wurde nicht nur in der Stadt ein Denkmal gesetzt. Er ist auch
auf der griech 20-Cent-Münze zu sehen.
Wir schlendern über den Markt
Sie verkaufen hier alles : Äpfel, Erdbeeren....und
Fische neben Unterhosen
Wir erstürmen danach mit Mühe die
Palamidi-Festung ( mehr als 800 Stufen , die Nacht sitzt uns noch
in den Knochen ) schnauf, schnauf......
Manche sind kurz vor dem Zusammenbruch -
und schaffen es dann doch,
manche fühlen sich auf einer Treibjagd
- wer hat denn eigentlich zum sportlichen Wettkampf aufgerufen ??
Ein Straßenköter folgt uns bis
zur Spitze, will einfach nicht mehr von der Seite unserer Hundeliebhaberin!!!!!
Grandioser Blick über die Stadt, aber
wer hat noch so viel Energie ?????
Die Festung hielt in ihrer Vergangenheit
selten das , was man sich von ihr erhoffte. Fremde Mächte (zuletzt
die Türken) erstürmten sie mit Leichtigkeit .
Wir eignen uns zu so was nicht !!!
Gespräche mit anderen Schülern
über die Geschichte.
Plötzlich taucht der Heilbronner Schüler
mit dem Messer auf, will mit uns im Bus zurück. Unsere Lehrer lehnen
ab, erklären ihm warum.
Bummel durch die Stadt - für manche
viel zu kurz, für andere viel zu lang.
In der Stadt ist es teuer.
Die verdienten Preise ( Eis ) werden an Schüler
verliehen , die in rasantem Tempo viele interessante Fragen beantworten
konnten.
Am Abend in Tolo.
Wir werden eingeladen auf ein Glas. Der Wirt
gegenüber von unserem Hotel ist wirklich nett.
Das Internet-Café ist Treffpunkt für
die Fußballfans.
Der Kneipenwirt stellt das Programm um. Wir
sehen und hören Fußball auf Deutsch und genießen den
frischen Orangensaft.
Frust nach der Niederlage von Leverkusen
und ab an den Strand.
Wir sichten José mit einem jungen
Mädchen .............
8. Tag
Abreise von Tolo morgens um 10.00
Schade, wir
wollen nicht .
Anna geht noch mal zurück zum Hotel
Wir fahren über die alte Strasse bis
nach Korinth, dann weiter auf der Autobahn bis nach Diakofto,
In Diakofto steigen wir ein in eine Zahnradbahn , die uns in 70 Minuten ca. 750 m in die Höhe bringt.
Eine abenteuerliche Fahrt auf schmalen Schienen
, über Schluchten , durch Tunnels nichts für Leute mit Höhenangst
Rüttel, schüttel
Schade, dass ich nicht die ganze Fahrt mitbekommen
habe. Habe ein bisschen Schlaf nachgeholt.
Wir kommen an in Kalavrita,
in dem Ort , in dem die Wehrmacht 1943 ein
Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet hat.
Spielregeln im Krieg ??? Ein Gericht in Deutschland
entscheidet in den 70ziger Jahren, dass die Ermordung der Zivilbevölkerung
mit dem Völkerrecht zu vereinbaren wäre...
Wir sind betroffen...
Vor kurzem erst hat der Bundespräsident
Rau zum ersten Mal als Vertreter einer deutschen Regierung Kalavrita besucht
und der Opfer gedacht.
Alle männlichen Bewohner (jung und alt)
wurden von Wehrmachtsoldaten am 13.12.43 an einen Abgrund getrieben und
dort erschossen, alle weiblichen Bewohner (Mütter mit ihren weiblichen
Kindern) werden in der Dorfschule eingeschlossen .
Feuer wird gelegt.
Einer der deutschen Soldaten öffnet
die Tür der Schule doch noch .Er wird erschossen.
Ein paar Menschen können noch fliehen.
Zwei der überlebenden Frauen leben heute noch im Dorf
Die Wehrmacht kam mit der gleichen Bahn in
das Dorf.
Es war ein Racheakt. Griechische Partisanen
hatten zuvor die deutschen Gefangenen erschossen, nachdem ihnen klar geworden
war, dass die von der Wehrmacht aufgenommenen Verhandlungen zum gegenseitigen
Gefangenenaustausch von der Wehrmacht nur ein Vorwand war, um Zeit zu
gewinnen.
Wir halten inne am Kreuz, hoch oben über
Kalavrita.
Nein zum Krieg, ja zum Frieden steht
neben den Gräbern der Ermordeten
Wir gehen runter in den Ort .................
Essen in Kalavrita ( sehr gut ) , griech.
Kaffee ( ena metrio ) und eine griech. Süßigkeit - himmlisch
!!!!!!!
Wir beobachten Jugendliche – verfolgen die
uns oder wir die ?????
Schade, wir verstehen nichts .....
Auf dem Kinderspielplatz stehen Spielpanzer....das
verstehen wir auch nicht!!!!
Will Markus wirklich auf dem Panzer fahren
?????
Aufbruch in die Berge
Wir fahren mit dem Bus von Kalavrita über
Goumenissa, Pteri auf die Küstenstrasse zurück. Herr Aigner
muss zwischendurch aussteigen und den Bus über Brücken jonglieren.
José muss sich als absolut perfekter
Busfahrer zeigen. Die Strecke wird immer abenteuerlicher ......( 28 km
lang ).
Ziegen, Pferde ( Herr Aigner hatte also doch
Recht : Es gibt Pferde hier oben!!!)
Große Schluchten, schmale Straßen,
enge Kurven, herrliche Aussichten, cooler Busfahrer!!!
José schafft jede Schwierigkeit.
Manche spüren Panik in sich aufkommen.
Wenn wir abstürzen, stürzen wir
wenigstens alle zusammen ab - das verbindet!!!
Die Jungs genießen die Berge, das Abenteuer
und wollen mehr.
In einer Kurve ist es dann so weit.
Alle Schüler müssen auf die eine
Seite des Busses- Kippgefahr - wir schaffen auch diese letzte Hürde..........
Gegen 19.00 kommen wir in Patras an.
Hunger !!!!!!!
Die Abreiseformalitäten werden erledigt.
Um 21.15 dürfen wir bereits aufs Schiff.
Eines der Tickets fliegt davon, gell Rafael!
Freundliche griechische Besatzungsmitglieder
helfen uns .
Wir beobachten albanische junge Männe,
die den Versuch machen, illegal aufs Schiff zu kommen und wenn sie sich
unter dem Auto festklammern .......sie gehen viel Risiko ein.
Die Sicherheitsbehörden greifen hart
durch.
Wir stehen oben auf dem Schiff.
Unten im Hafen bleiben die zurück, die
nicht weg können. Sie spielen Fußball, verlieren den Ball.
Der liegt im Hafenbecken, die Schiffsschraube bewegt sich . Wir fühlen
mit ihnen.
Dann klappt es doch noch. Eine Stange, keine
Furcht vor dem Wasser und schwupp haben sie den Ball wieder herausgeholt.
24.00 –Das Schiff verlässt Patras Richtung Venedig .-
Ein letztes Winken, ein kurzes, intensives
Einatmen, weg, zurück................aufs Meer
9. Tag
Die Nacht ist lang oder kurz .....
Kaffeesatz lesen, quatschen, neue Leute kennen
lernen,
Komboloi spielen, Romé spielen mitten
in der Nacht
Der Pool ist klein –aber toll.
Wo ist der nette Engländer von gestern
Abend?
Den Tag verbringen die meisten schlafend.
Den letzten Sonnenbrand holen....wer sagte
denn irgendwann was von Kopfschutz unbedingt mitnehmen ...ach Worte sind
Schall und Rauch ......
Eine bayrische Schulklasse versucht in der
Nacht zu zeigen, wohin der
Alkohol führt...klettert auf den Mast,
schmeißt Stühle durch die Gegend und probiert die Schwimmwesten
aus ........
Die meisten von uns schlafen, ein paar wenige
feiern mit der Münchner Terrorklasse "from dusk till dawn".
Es gibt auch ein paar nette Schüler in dieser Klasse ...auch ohne
Alkohol.
10. Tag
Ankunft in Venedig.
Die Einfahrt in den Hafen ist toll.
Möven begleiten uns.
Wir legen an, warten auf den Bus.
Die Fahrt auf der Autobahn Richtung Heimat
beginnt.
Es wird ruhig, die Helden sind müde
geworden.
...ein
paar visuelle Eindrücke unserer Reise
Die Reise wurde zusammen mit
dem Reisebüro GUHL, Frankfurt organisiert.
Die pädagogische und inhaltliche Leitung hatten Theo Aigner
( Klassenlehrer )
und Eva Friedmann (Deutsch- und Geschichtslehrerin)
Das Tagebuch ist ein gemeinsames Produkt der Klasse 10b Realschule Linkenheim
Die Fotos haben die Schüler und die Lehrer zur Verfügung gestellt.
Kopieren und Vervielfältigungen erst nach Absprache mit der Klasse
zulässig.
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