Griechenland 9.5.- 18.5.2002

Schuljahr 2001/2002

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Tolo / Peleponnes

Tagebuch der Klasse 10 b

1.Tag

Vorfahrt eines offenen Cabrios, Vanessa steigt aus, der Regen fängt an........

Abreise um 21.00 in Linkenheim

Ein netter Busfahrer. Mal sehen, ob wir am Ende auch noch so über José denken.

Ein Sitz ist kaputt - ausgerechnet der von mir ( Sabrina ) aber doch kein Grund, den Platz zu wechseln oder doch ....????. José bleibt unbeeindruckt.

Es regnet ziemlich stark, als wir auf der B 36 fahren.

Videos, Vesperbrote, die manche an Hundefutter erinnern.....hhhhmmm

Meli hält alle wach...... "Gebt ma was zum Malen und ich bin still" ... Von wegen !!!!

Volle Mülleimer, Musik, Schlaf.....

Um ca. 23.30 erreichen wir die Schweizer Grenze und machen eine kleine Rast. Kleingruppenbildung ist endlich möglich und ein bisschen Zeit für unsere Mädchen, ihre Flirt-Künste an Italienern auszuprobieren.

Um 24.00 fahren wir dann Richtung Italien.

 

2. Tag

Ankunft gegen 10.00 in Ancona/ Italien

Abfahrt von Ancona um 13.00 mit dem Schiff "Blue Star" nach Griechenland.

Ziel: der Hafen von Patras auf dem Peleponnes am nächsten Tag

Die italienische Polizei hält uns an, kontrolliert, lässt uns weiterfahren....

Viele "gaffen" jetzt, wir auch!!

Wir sind im Süden..

Im Hafen lernen wir die Klasse aus Blankenloch kennen.

Abends auf dem Schiff ist Disco angesagt " Twist again "

Die Stimmung ist gut ....

 

3. Tag

Ankunft in Patras morgens um 10.00 ( griech. Zeit ), Gott sei Dank !!

drittgrößte Stadt Griechenlands, Hafenstadt, Universitätsstadt ..........laut

Weiterfahrt auf der Küstenstrasse Richtung Osten,

Sehnsucht nach Duschen

Viele Hunde –platte und ganze !

Die ersten Erkundungen, auch kulinarischer Art .

Das Souvlaki – Hauptmahlzeit aller Griechen auf Reisen – in den verschiedenen Variationen hält unserer kritischen Einstellung stand. Lecker !!

Nichts für Vegetarier !!

Der Isthmus

Tolle Aussicht von der Brücke, die über den Isthmus führt.

Tief und viele Fragen ??? Wer weiß noch, wann sie diesen Durchbruch gemacht haben ??

Oh, auch das noch !! Erdkundestunde ???

Na ja, mit viel Mühen kriegen wir das doch noch raus .

Der Isthmus verbindet das Ionische Meer mit der Ägäis. Weiß jemand noch, welches Meer was ist ????

Die Tiefe versucht ein Schüler mit dem Wurf einer Münze zu ergründen. Tolle Idee, aber Pech – in Physik wohl schlecht aufgepasst. Den Wind missachtet. Die Münze landet irgendwo in den Büschen.

Meli streichelt die ersten streunenden Hunde. Der Anfang einer langen Geschichte....

Alt-Korinth

Viele tolle Säulen –

Haben wir das nicht irgendwann schon in BK gesehen ???

Dorische Säulen, ionische Säulen und korinthische Säulen !!!!!

Im Museum Statuen ohne Köpfe, warum wohl ? Wir spekulieren.......

Das berühmte Mosaik interessiert in dem Moment wohl niemand mehr.

Der Hunger meldet sich schon wieder.

Das Potenzial der 10b schreitet über die antike Prachtstrasse hinein in die Gegenwart.

Gyros mit pitta steht auf dem Programm – einige bekommen Bauchschmerzen .

Aus Hunger oder wegen zu großer Mengen Souvlakia.......

 

Ankunft gegen 19.00 in Tolo / im Hotel Frini

Wir freuen uns

Das Hotel ist schön und wir erobern schnell unsere Zimmer.

Großes Zimmer mit einem riesengroßen Balkon, der Balkontreff direkt neben dem Zimmer von Herrn Aigner !!!

Balkone direkt gegenüber einem Szene-Treff, offen, einladend.

Wir lernen schnell den Besitzer der Bar kennen.

Duschen , duschen , duschen und ..............

Sich wieder wie ein Mensch fühlen.

Der Streit um die Betten. Wer darf im schönsten Bett liegen ?????

Chaos wird verbreitet, Koffer gehen nicht auf, das Leben aus dem Koffer beginnt...

Wir freuen uns auf das Essen .

Die Taverne - zwei Minuten vom Hotel entfernt – ist schön.

Das Meer, direkt vor unserer Tür –

baden – hineinstürzen –herrlich

 

4. Tag

Kurze Busfahrt durch Oliven- und Orangenhaine bis nach Epidaurus ,

Das antike "Wellness - Zentrum, das Heiligtum des Asklepios.

Die alten Griechen wussten schon, was der Mensch braucht, um gesund zu werden und zu bleiben : Medizin, Massagen, Natur, betörende Gerüche, Wein, Essen und natürlich das Theater (Schauspiele und Konzerte ... )

Toller Sound

"Please look at the little rock in the middle" ( ganz kleiner Stein )

Dort stellt sich ein Italiener hin und singt das Ave Maria .

Der "Soundcheck" von Frau Friedmann entfällt.

Mariekes Test ist erfolgreicher...

 

5. Tag

Mykene

Die erste europäische Hochkultur.

Was bitte ??? Griechenland liegt in Europa ???

Wir stehen an der Wiege unserer europäischen Kulturwurzeln,

suchen Gräber ( wer weiß noch, wo Agamemnon liegt ??? ),

bestaunen das Kuppelgrab, in dem Atreus, der Vater von Agamemnon begraben lag,

finden Tatorte ( Klytemnästra ermordete nach einem üppigen Mahl ihren nach 10 Jahren aus Troja heimgekehrten Mann Agamemnon, später rächt der Sohn den Mord an seinem Vater......

und wir finden im Lichte unserer kleinen Taschenlampe das unterirdische Quellen – und Wasserversorgungssystem mit einer Maus ....ihhhhhh!!!!! Dunkel ist es ! Wo ist der Lichtschalter ???

bestaunen die grandiosen Leistungen aus der Zeit um 1250 v. Chr. und hören, dass Schliemann (ein sogenannter Quereinsteiger unter den Archäologen), der Mykene ausgegraben hat, 15 Kilo reines Gold dort fand.

Kaum zu glauben, aber wahr –faszinierend!!!!

Faszinierend auch der Abend - ein kurzes Unwetter - klare Sicht....

schöne Gitarrenklänge und eine herrliche Stimme von Andi!!!!!!

Die Nacht der Nächte......................

 

6. Tag

Ausschlafen!!!!!!!!

Wandertag / Erkundungen in Tolo

Beim Frühstück gähnende Leere . Wo seid ihr denn alle ?

Wie gut, dass wir alle unsere Wanderschuhe vergessen haben .........................

Die meisten liegen faul am Strand .

Ein paar schwimmen zur Insel rüber .

Marathonstrecke !!!!!

Olympiaverdächtige Leistung von Vanessa und Sören .

Seeigel werden gefunden. Leider die falschen, keine essbare Sorte ist dabei. Es bleibt bei der Demonstration der Zubereitung zum Essen .

Schwächeanfall von Steffi-schnell wieder gestärkt

Einladung zum griechischen Wein ( schön geharzt ).............

Das ist fast so schön wie der Schnellkurs für Griechenlandeinsteiger in den ach so normalen Alltag in Griechenland am Bahnhof in Argos

Eine Delegation ( !!!!! , wir hatten am Tag zuvor angerufen ) erwartet die Lehrer am Bahnhof in Argos.

"O Kontos"( = der zu kurz Geratene, = Rufname des Bahnhofsvorstehers) erwartet uns. Wir trinken Kaffee, erfahren alle Pläne für die Zeit nach der Pensionierung, werden mit den amüsantesten Geschichten aus der Geschichte und der Gegenwart versorgt und beobachten die "Herstellung/ Ausstellung der heiß begehrten Fahrkarten für die Zahnradbahn, um nach Kalavrita zu kommen.

Beim Anblick der alten Morsemaschinen wird uns klar, warum das mit der telefonischen Abwicklung der Fahrkartenbestellung nicht klappen wollte.

 

7. Tag

Navplion ( Nauplia )

ehemalige Hauptstadt von Griechenland ( 1829-34 )

Kapodistrias , dem ersten griechischen Regierungschef in Navplion wurde nicht nur in der Stadt ein Denkmal gesetzt. Er ist auch auf der griech 20-Cent-Münze zu sehen.

Wir schlendern über den Markt

Sie verkaufen hier alles : Äpfel, Erdbeeren....und Fische neben Unterhosen

Wir erstürmen danach mit Mühe die Palamidi-Festung ( mehr als 800 Stufen , die Nacht sitzt uns noch in den Knochen ) schnauf, schnauf......

Manche sind kurz vor dem Zusammenbruch - und schaffen es dann doch,

manche fühlen sich auf einer Treibjagd - wer hat denn eigentlich zum sportlichen Wettkampf aufgerufen ??

Ein Straßenköter folgt uns bis zur Spitze, will einfach nicht mehr von der Seite unserer Hundeliebhaberin!!!!!

Grandioser Blick über die Stadt, aber wer hat noch so viel Energie ?????

Die Festung hielt in ihrer Vergangenheit selten das , was man sich von ihr erhoffte. Fremde Mächte (zuletzt die Türken) erstürmten sie mit Leichtigkeit .

Wir eignen uns zu so was nicht !!!

Gespräche mit anderen Schülern über die Geschichte.

Plötzlich taucht der Heilbronner Schüler mit dem Messer auf, will mit uns im Bus zurück. Unsere Lehrer lehnen ab, erklären ihm warum.

Bummel durch die Stadt - für manche viel zu kurz, für andere viel zu lang.

In der Stadt ist es teuer.

Die verdienten Preise ( Eis ) werden an Schüler verliehen , die in rasantem Tempo viele interessante Fragen beantworten konnten.

Am Abend in Tolo.

Wir werden eingeladen auf ein Glas. Der Wirt gegenüber von unserem Hotel ist wirklich nett.

Das Internet-Café ist Treffpunkt für die Fußballfans.

Der Kneipenwirt stellt das Programm um. Wir sehen und hören Fußball auf Deutsch und genießen den frischen Orangensaft.

Frust nach der Niederlage von Leverkusen und ab an den Strand.

Wir sichten José mit einem jungen Mädchen .............

 

8. Tag

Abreise von Tolo morgens um 10.00

Schade, wir wollen nicht .

Anna geht noch mal zurück zum Hotel

Wir fahren über die alte Strasse bis nach Korinth, dann weiter auf der Autobahn bis nach Diakofto,

In Diakofto steigen wir ein in eine Zahnradbahn , die uns in 70 Minuten ca. 750 m in die Höhe bringt.

Eine abenteuerliche Fahrt auf schmalen Schienen , über Schluchten , durch Tunnels nichts für Leute mit Höhenangst

Rüttel, schüttel

Schade, dass ich nicht die ganze Fahrt mitbekommen habe. Habe ein bisschen Schlaf nachgeholt.

 

Wir kommen an in Kalavrita,

in dem Ort , in dem die Wehrmacht 1943 ein Massaker unter der Zivilbevölkerung angerichtet hat.

Spielregeln im Krieg ??? Ein Gericht in Deutschland entscheidet in den 70ziger Jahren, dass die Ermordung der Zivilbevölkerung mit dem Völkerrecht zu vereinbaren wäre...

Wir sind betroffen...

Vor kurzem erst hat der Bundespräsident Rau zum ersten Mal als Vertreter einer deutschen Regierung Kalavrita besucht und der Opfer gedacht.

Alle männlichen Bewohner (jung und alt) wurden von Wehrmachtsoldaten am 13.12.43 an einen Abgrund getrieben und dort erschossen, alle weiblichen Bewohner (Mütter mit ihren weiblichen Kindern) werden in der Dorfschule eingeschlossen .

Feuer wird gelegt.

Einer der deutschen Soldaten öffnet die Tür der Schule doch noch .Er wird erschossen.

Ein paar Menschen können noch fliehen. Zwei der überlebenden Frauen leben heute noch im Dorf

Die Wehrmacht kam mit der gleichen Bahn in das Dorf.

Es war ein Racheakt. Griechische Partisanen hatten zuvor die deutschen Gefangenen erschossen, nachdem ihnen klar geworden war, dass die von der Wehrmacht aufgenommenen Verhandlungen zum gegenseitigen Gefangenenaustausch von der Wehrmacht nur ein Vorwand war, um Zeit zu gewinnen.

Wir halten inne am Kreuz, hoch oben über Kalavrita.

Nein zum Krieg, ja zum Frieden steht neben den Gräbern der Ermordeten

 

Wir gehen runter in den Ort .................

Essen in Kalavrita ( sehr gut ) , griech. Kaffee ( ena metrio ) und eine griech. Süßigkeit - himmlisch !!!!!!!

Wir beobachten Jugendliche – verfolgen die uns oder wir die ?????

Schade, wir verstehen nichts .....

Auf dem Kinderspielplatz stehen Spielpanzer....das verstehen wir auch nicht!!!!

Will Markus wirklich auf dem Panzer fahren ?????

Aufbruch in die Berge

Wir fahren mit dem Bus von Kalavrita über Goumenissa, Pteri auf die Küstenstrasse zurück. Herr Aigner muss zwischendurch aussteigen und den Bus über Brücken jonglieren.

José muss sich als absolut perfekter Busfahrer zeigen. Die Strecke wird immer abenteuerlicher ......( 28 km lang ).

Ziegen, Pferde ( Herr Aigner hatte also doch Recht : Es gibt Pferde hier oben!!!)

Große Schluchten, schmale Straßen, enge Kurven, herrliche Aussichten, cooler Busfahrer!!!

José schafft jede Schwierigkeit.

Manche spüren Panik in sich aufkommen.

Wenn wir abstürzen, stürzen wir wenigstens alle zusammen ab - das verbindet!!!

Die Jungs genießen die Berge, das Abenteuer und wollen mehr.

In einer Kurve ist es dann so weit.

Alle Schüler müssen auf die eine Seite des Busses- Kippgefahr - wir schaffen auch diese letzte Hürde..........

 

Gegen 19.00 kommen wir in Patras an.

Hunger !!!!!!!

Die Abreiseformalitäten werden erledigt.

Um 21.15 dürfen wir bereits aufs Schiff.

Eines der Tickets fliegt davon, gell Rafael!

Freundliche griechische Besatzungsmitglieder helfen uns .

Wir beobachten albanische junge Männe, die den Versuch machen, illegal aufs Schiff zu kommen und wenn sie sich unter dem Auto festklammern .......sie gehen viel Risiko ein.

Die Sicherheitsbehörden greifen hart durch.

Wir stehen oben auf dem Schiff.

Unten im Hafen bleiben die zurück, die nicht weg können. Sie spielen Fußball, verlieren den Ball. Der liegt im Hafenbecken, die Schiffsschraube bewegt sich . Wir fühlen mit ihnen.

Dann klappt es doch noch. Eine Stange, keine Furcht vor dem Wasser und schwupp haben sie den Ball wieder herausgeholt.

24.00 –Das Schiff verlässt Patras Richtung Venedig .-

Ein letztes Winken, ein kurzes, intensives Einatmen, weg, zurück................aufs Meer

 

9. Tag

Die Nacht ist lang oder kurz .....

Kaffeesatz lesen, quatschen, neue Leute kennen lernen,

Komboloi spielen, Romé spielen mitten in der Nacht

Der Pool ist klein –aber toll.

Wo ist der nette Engländer von gestern Abend?

Den Tag verbringen die meisten schlafend.

Den letzten Sonnenbrand holen....wer sagte denn irgendwann was von Kopfschutz unbedingt mitnehmen ...ach Worte sind Schall und Rauch ......

Eine bayrische Schulklasse versucht in der Nacht zu zeigen, wohin der

Alkohol führt...klettert auf den Mast, schmeißt Stühle durch die Gegend und probiert die Schwimmwesten aus ........

Die meisten von uns schlafen, ein paar wenige feiern mit der Münchner Terrorklasse "from dusk till dawn". Es gibt auch ein paar nette Schüler in dieser Klasse ...auch ohne Alkohol.

 

10. Tag

Ankunft in Venedig.

Die Einfahrt in den Hafen ist toll.

Möven begleiten uns.

Wir legen an, warten auf den Bus.

Die Fahrt auf der Autobahn Richtung Heimat beginnt.

Es wird ruhig, die Helden sind müde geworden.

 

  ...ein paar visuelle Eindrücke unserer Reise

 

Die Reise wurde zusammen mit dem Reisebüro GUHL, Frankfurt organisiert.
Die pädagogische und inhaltliche Leitung hatten Theo Aigner ( Klassenlehrer )
und Eva Friedmann (Deutsch- und Geschichtslehrerin)
Das Tagebuch ist ein gemeinsames Produkt der Klasse 10b Realschule Linkenheim
Die Fotos haben die Schüler und die Lehrer zur Verfügung gestellt.
Kopieren und Vervielfältigungen erst nach Absprache mit der Klasse zulässig.

 

 

ein paar visuelle Eindrücke unserer Reise

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