Projekt "Reque"

Schuljahr 2000/2001/2002

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So leben die Menschen in Peru

Peru ist das größte Andenland, war die Wiege der am weitesten entwickelten indigenen Zivilisationen und Sitz des stärksten Imperiums im präkolumbischen Südamerika, das Inka-Reich. Peru bildete ebenfalls das Zentrum der spanischen Kolonialherrschaft während fast drei Jahrhunderten. Aus diesen Gründen besitzt das Land ein vielfältiges Erbe, was die Menschen und Kultur angeht. Peru hat 2 400 km Küste am pazifischen Ozean und grenzt an Kolumbien und Ecuador im Norden, an Brasilien und Bolivien im Osten und Chile im Süden. Das Land verfügt über drei unterschiedliche natürliche Regionen: Die infolge des Einflusses des kalten Humboldtstroms trockene Küste, das bergige Hochland und die tropenfeuchte "Selva".

 

Die Gemeinde Reque
Reque ist eine christliche Gemeinde in Peru. Die Gemeinde hat ungefähr 10 000 Einwohner. Es gibt eine besonders große Anzahl an Bauern. Es gibt auch einige Angestellte und Studenten, trotzdem sind viele arbeitslos und können ihre Familien nicht ernähren. Deshalb müssen so viele Kinder in Reque arbeiten, damit sie ihre Familien unterstützen können. Ein weiteres großes Problem ist die gesundheitliche Versorgung der Familien. Linkenheim hat mit der Sammlung von Medikamenten schon öfters eine erste Abhilfe ermöglicht.

Die Nähwerkstatt in Reque
Neben anderen Projekten in Reque gibt es unter anderem die Nähwerkstatt. Sie existiert nun seit 14 Jahren. Hier weben und nähen und verkaufen ihre Produkte. Dadurch soll versucht werden, die schlechte wirtschaftliche Lage in Reque zu verbessern. Doch es herrscht große Konkurrenz in Peru, da es viele Nähwerkstätten gibt. Durch diesen harten Preiskampf müssen Produkte oft zu billig verkauft werden. Auch die Werkstatt in Reque hat große Probleme, Abnehmer aus dem Ausland zu finden.

Kinderküchen in Reque
Um den armen Kindern in Reque zu helfen und ihnen wenigstens einmal am Tag ein warme Mahlzeit geben zu können wurden Kinderküchen in Peru eingerichtet. Die ersten sind bereits 1983 entstanden. Inzwischen gibt es vier Stück. Dort können die Kinder von Montags bis Freitags ein Frühstück und zweitägig ein Mittagessen gratis erhalten. Zu diesen Küchen kommen inzwischen 400 - 450 Kinder. Wenn sie lange zu Fuß gehen müssen, kommen sie erschöpft an und brechen schließlich zusammen. Sie kommen im Alter ab einem Monat und bis 14 Jahren. Die Helfer möchten zusätzlich zum christlichen Glauben beitragen.



Die Arbeit der Frauen
Bei der Organisationen in den Kinderküchen sind vor allem Frauen und Kinder beteiligt. In diesen Kinderküchen arbeiten etwa 150 Frauen. Neben dem Kochen von Essen übernehmen sie auch andere Aktivitäten. Sie treffen sich zur Weiterbildung oder feiern gemeinsam einen Gottesdienst. Ohne die Arbeit der Frauen würden die Kinderküchen nicht existieren! Die Frauen arbeiten ohne Bezahlung, obwohl sie dadurch ein geringeres Einkommen haben. Also würden sie besser leben, wenn sie die Arbeit in den Kinderküchen aufgeben würden. Ihre Arbeit sehen sie als Dienst am Menschen, als Zeichen ihres tiefen Glaubens.

Weitere Organisationen in Reque
Neben Kinderküchen in Reque haben sich auch andere Gruppen Jugendlicher zusammengeschlossen, um die Arbeit in der Gemeinde voran zu bringen. 25 Jugendliche kümmern sich um die Weiterbildung von anderen Jugendlichen. Sie möchten eine Gemeinschaft aufbauen, um der Arbeitslosigkeit zu entkommen. So versuchen sie sich selbstständig fortzubilden. Aus diesem Grund wurde eine Bibliothek mit festen Öffnungszeiten gegründet. In dem eigenen Radiosender der Jugendlichen informieren sie über verschiedene Themen wie z.B. Kultur, Musik aber auch religiöse Botschaften. Es bereiten sich momentan ca. 200 Jugendliche auf die Firmung vor.

Hilfe aus dem Ausland
Seit einigen Jahren wird die Arbeit in Reque von Hilfsorganisationen wie Misereor und Caritas unterstützt. So wurde auch die Bäckerei finanziert in der das tägliche Brot für die Kinder gebacken wird. Doch die Unterstützung nimmt insgesamt ab und dadurch wird ihnen die Arbeit erschwert. Deshalb sind die Helfer auf unsere Hilfe angewiesen. Viele Aktivitäten sind erst durch die Gemeinde Linkenheim ermöglicht worden. Die Idee, das Projekt in Reque zu unterstützen ist in Linkenheim auch deshalb auf viel Unterstützung gestoßen, weil die christliche Gemeinde dort sich durchaus demokratisch organisiert. Das heißt, dass alle Gruppen die mitarbeiten gleiche Rechte haben und sich selbstständig organisieren. Es wird vieles besprochen, diskutiert, Treffen finden statt, bei denen man sich austauscht. Das ist besonders in einem Land erstaunlich, in dem ein Großteil der Bevölkerung unterdrückt wird.

 

Kuchenverkauf

Unser Kuchenverkauf am 7. und 8.12.2000 war wieder mal sehr erfolgreich. Den Schülern der Religionsgruppe von Frau Peters aus den Klassen 8c und 8d bereitete dieser Verkauf große Freude. Doch noch größere Freude bereitete uns die Einnahmen für die Kinder in Reque in Höhe von ca. 150 DM. Hiermit bedanken wir uns bei allen Schülern die unser Projekt "Reque" so zahlreich unterstützten. Bei unseren Müttern möchten wir uns ebenfalls recht herzlich bedanken, da sie für uns die Kuchen gebacken haben und uns somit unterstützten.

Besuch von Pfarrer Diaz aus Reque

Der El Niño Effekt

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