Schüler schauten Wissenschaftlern über die Schulter

Schuljahr 2000/2001

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Am 28.06.01 besuchte die Klasse 9b der Realschule Linkenheim das Institut für instrumentelle Analytik im Forschungszentrum Karlsruhe, um einen Blick in die Arbeit der Wissenschaftler zu werfen. Nach der Begrüßung um 8.00 im Konferenzraum durch Dr. Rainer Körber wurde die Klasse in Kleingruppen aufgeteilt. Die einzelnen Gruppen konnten die verschiedenen Labore und Arbeitsschritte zur Herstellung eines Mikrochips verfolgen und teilweise eigene Versuche unternehmen.

Chipherstellung: Herr Stengel erklärt die Beschichtungsanlage

 

Schnüffelversuche mit der KAMINA (Karlsruher Mikronase)
Schüler untersuchen Proben mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM)

 

Der Mikrochip ist das Herzstück der KAMINA, einer elektronischen Mikronase, der bestimmte Gerüche antrainiert weden können. Diese "Nase" kann z. B. normale Atemluft von Atemluft eines Menschen unterscheiden, der Fishermansfriends gelutscht hat. Die Forschungsgruppe arbeitet daran, das Gerät zu verbessern und weiter zu verkleinern (handygroß), so dass es in Zukunft für Jedermann zum nützlichen Begleiter werden könnte. Es ermöglicht u. a. dem Diabetiker anhand seiner Atemluft seinen Insulinspiegel festzustellen.
Chipherstellung: Herzschrittmacher verboten! Starke elemtromagnetische Sender können Herzschrittmacher zerstören.

 

Ein beschichteter Wafer: Jedes Feld entspricht einem Sensorchip für die KAMINA
Atemluftmessung mit der KAMINA: Dem Hustenbonbon auf der Spur

 

Chipherstellung: Im Reinraum werden Silicium-Wafer zur Beschichtung vorbereitet.
Qualitätskontrolle eines Chips am Spezialprüfstand

 

Es wird auch daran gearbeitet, die KAMINA mit Hilfe eines Luftschiffs zu den verschiedensten Einsatzorten zu bringen, um Schadstoffe in der Luft zu bestimmen und zu messen, wie z.B über Mülldeponien und Autobahnen.
Die KAMINA in Kombination mit der Computerweste ermöglicht Vorortmessungen.
 

 

Die Messungen werden auf dem Miniaturbildschirm verfolgt.
Eine genaue Anpassung der Computerweste erleichtert die Messung.

Die Klasse war durch den Unterricht gut vorbereitet, aber es war sehr viel interessanter, diese technische Entwicklung vor Ort zu erleben.
Die Klasse 9b und ihre Lehrer bedanken sich bei der Forschungsgruppe für diesen spannenden Vormittag und die herzliche Gastfreundschaft.


Gruppenfoto der Klasse 9bd NuT mit ihren Lehrern unter dem Luftschiff, das Schadstoffe über Mülldeponien erschnüffelt.

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