Jarny - Geschichte der Schulpartnerschaft

Schuljahr 2009/2010

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29./30.5.1966 Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages der Gemeinden Linkenheim und Jarny (Lothringen).

Seit 1967 jährlich Schüleraustausch mit Schulen in Jarny:

  • gegenseitige Besuche französischer und deutscher Schülergruppen jedes Jahr im Mai und Oktober
  • Aufenthalt in den Familien, Teilnahme am Unterricht, Besichtigungen
  • Discos, Theater, Spiele, Gespräche

Im Jahr 1988 offizielle Schulpartnerschaft.


Geschichte der Partnerschaft – Geschichten zur Partnerschaft

Zwischen der Realschule Linkenheim und den vergleichbaren Schulen in Jarny bestehen Kontakte seit 1971. In diesem und den Folgejahren wurden gemeinsame zweiwöchige Ferienaufenthalte mit Schülerinnen und Schülern aus Linkenheim und Jarny durchgeführt. 1975 zum Beispiel trafen sich die Jugendlichen in Longeville (Jarny-Ocean) am Atlantik. Manche Anekdote ist aus dieser Anfangszeit überliefert, zum Beispiel wie die begleitenden Lehrer einmal aus Versehen eingeschlossen wurden und durchs Fenster aus- und einsteigen mussten, oder wie die Schüler einmal am Abfahrtstag stundenlang warten mussten, weil ihre Lehrer zum Abschied von den französischen Kollegen zu einem typischen 4-Gänge-Menü eingeladen worden waren …

1980 änderte sich die Form der Begegnung, es fanden ab jetzt dreitägige gegenseitige Besuche von Schülergruppen in der jeweiligen Partnergemeinde statt. 1984 trafen sich 51 französische Schüler mit ihren 51 deutschen Partnern in Jarny und anschließend in Linkenheim – dies war vermutlich die höchste Zahl an Beteiligten. Sehr beliebt beim Aufenthalt in Frankreich war schnell die „grand boume“ im Château de Moncel. So manche dauerhafte grenzüberschreitende Beziehung fand hier ihren Anfang.

1986 feierten Vertreter von Linkenheim und Jarny gemeinsam ihr 20jähriges Partnerschaftsjubiläum mit einem Festabend in der Realschulsporthalle.

1989 wurde die Schulpartnerschaft zwischen der Realschule Linkenheim und den Collèges Alfred Mezière und Louis Aragon offiziell bestätigt.

Ende der 80er Jahre planten die Schulen zusätzlich zur Begegnung der Großgruppen einen intensiven Langaustausch (Dauer bis zu zwei Wochen) für maximal 12 Schüler. Die organisatorischen Schwierigkeiten in beiden Schulsystemen wurden aber immer größer. Seit 1995 nehmen nur noch Schüler und Schülerinnen, die auch Französisch lernen, am Austausch teil, inzwischen ausschließlich aus der Klassenstufe 8.


Bericht von Frau Bleuzen über den deutsch-französischen Schüleraustausch RS Linkenheim – Jarny

Seit nunmehr 25 Jahren nehme ich als Französischlehrerin an dem Austausch der Schüler unserer Realschule mit denen der beiden Collèges Louis Aragon und Alfred Mézières in Jarny teil. Die Französischlehrkräfte unserer Schule, Ulrike Koch, Inge Erne und ich, planen und organisieren jedes Jahr, unter Mithilfe von Referendarinnen, die Durchführung der Aufenthalte. Ein Vierteljahrhundert – das ist eine sehr lange Zeit, und da gäbe es manches zu erzählen. Aber ich will mich auf das Wesentliche beschränken, insbesondere darauf, wie solche Austauschtage abgelaufen sind bzw. ablaufen.

Einmal im Jahr, im Herbst und im Frühjahr, treffen sich die Französischschüler unserer Klassenstufe 8 mit ihren Partnern/Partnerinnen der „quatrième“ in Jarny bzw. in Linkenheim. In den letzten Jahren hatte es sich so eingespielt, dass wir im Oktober nach Frankreich fuhren und die Franzosen im Frühjahr den Gegenbesuch bei uns in Deutschland antraten. Die Schüler/innen sind für die Dauer des Aufenthalts bei der Familie ihres Austauschpartners untergebracht Auf dem Programm steht immer der Besuch einer Stadt der Umgebung. Im Falle Jarny sind das meistens Metz, Nancy oder Luxemburg. Vor Jahren machten wir sogar einmal eine Spritztour nach Paris. Das war zwar äußerst anstrengend, aber für die Schüler ein sicher unvergessliches Erlebnis. Bei uns wird immer Karlsruhe besucht und dann wahlweise Städte wie Heidelberg, Speyer oder Mannheim. Weitere wichtige Bestandteile des Austauschprogramms sind der Besuch der jeweiligen Partnerschule mit Teilnahme am Unterricht sowie eine gemeinsame Sportveranstaltung (Handball-, Volleyball- oder Fußballturnier). Meistens findet auch ein Empfang beim Bürgermeister der besuchten Partnergemeinde statt. Hoch geschätzt bei allen SchülerInnen, ob deutsch oder französisch, ist der unverzichtbare Partyabend, die „boum“. Dieser Abend erfreut sich besonders in Frankreich großer Beliebtheit, denn er findet in einem wunderschönen Rahmen statt: im Château de Moncel, der ehemaligen Wohnstätte der früheren Bergwerksdirektoren, ein wahrhaft schlossartiges Haus mit einer riesigen Parkanlage. Hier wurde von unseren Schülern bei heißem Disco-Sound so manche kesse Sohle aufs Parkett gelegt und der/die ein oder andere hat sich an einem solchen Abend „unsterblich verliebt“, was dazu führte, dass am nächsten Tag, im Regelfall der Abreisetag, reichlich Abschiedstränen flossen. (Gott sei Dank war der Trennungsschmerz nach spätestens 50 km nicht mehr ganz so groß und die Freude auf die Heimkehr überwog eindeutig).

Aber auch uns Kollegen fiel der Abschied nicht immer ganz leicht, denn im Laufe der Jahre haben sich feste Freundschaften zu unseren Partnerkollegen und Kolleginnen entwickelt, und das „à bientôt“ war wirklich ernst gemeint.

Das Fazit dieses nun seit langem durchgeführten Austauschs? Unsere Schüler bekamen durch diese feste Institution die Möglichkeit, ihre im Unterricht erworbenen Französischkenntnisse einmal praktisch anzuwenden – wenn auch zugegebenermaßen Hände, Füße und die englische Sprache bei der Verständigung kräftig mithalfen. Durch den Aufenthalt in den Familien konnten sie einmal über den Rand des eigenen Suppentellers hinausschauen und Gebräuche, Gewohnheiten, Umgangsformen und nicht zuletzt die gute Küche Frankreichs kennen lernen – also eine gute Gelegenheit, ein weltoffenes Miteinander mit unseren französischen Nachbarn zu praktizieren. Der Besuch der Schulen machte ihnen darüber hinaus Unterschiede und Ähnlichkeiten der beiden Schulsysteme deutlich.

Ich denke, wenn ein ehemaliger Französischschüler später einmal an seine Realschulzeit in Linkenheim zurückdenkt, so wird Jarny sicher einen wichtigen Platz in seinen Erinnerungen einnehmen.


Mein Aufenthalt in Jarny - Schüler und Schülerinnen berichten vom Aufenthalt im Oktober 2004

„Ich fand das Haus, in dem ich wohnte, sehr schön. Es gab auch in der Gegend viele schöne Häuser. Meine Tauschfamilie war auch sehr nett und freundlich. Die Tage an denen wir unterwegs waren, waren sehr interessant. Die Abende, als wir ohne die Eltern oder Lehrer weg waren, fand ich lustig und schön. Ich freue mich schon jetzt darauf, wenn meineAustauschschülerin zu mir nach Hause kommt.“

„Als wir angekommen sind, waren wir alle völlig aufgeregt. Daheim bei Perrine gab es sehr viele kleine Zimmer. Der Ausflug nach Luxemburg, der Abend im Mc Donald’s, die Disconacht, der Rundgang in der Schule und der Film haben mir sehr gefallen.“

„Jarny ist nicht besonders groß und das Essen in Frankreich hat mir persönlich nicht besonders geschmeckt. Die „Party“ war am besten. Sie ging bis um 22 Uhr. Am Donnerstag haben wir ein Schloss besichtigt, war ganz okay.“

„In Jarny hat’s mir gefallen. Die Leute in der Familie waren sehr freundlich und nett. Mir hat es auch sehr in Luxemburg gefallen, da durften wir alleine rumlaufen. Am besten hat mir gefallen, dass wir viel unternommen haben. Das Einzigste was mir nicht so gut gefallen hat, war das Essen.“

„Als wir am Dienstag, dem 19.10., nach der vierstündigen Fahrt ankamen, waren alle ganz aufgeregt, was uns wohl erwarten würde. Nachdem wir unseren Schülern zugeteilt waren, gingen wir zu ihnen nach Hause essen. Das Essen war genauso wie in Deutschland, allerdings die Häuser anders. Nach dem Essen gingen wir wieder in die Schule und machten dort Spiele zum Kennenlernen. Am nächsten Morgen besichtigten wir ein Schloss und danach durften wir in Luxemburg shoppen gehen. Dann kam das Beste an dem Austausch: Die „Boum“! Nur schade war, dass die Hälfte der Musik, die gespielt wurde, Rock war. In Jarny ist Rock der Lieblingsmusikstil der Schüler. Um 22 Uhr war die Party auch leider schon zu Ende. Am nächsten Morgen guckten wir in der Schule noch „Good bye Lenin“ auf Deutsch und dann, nach dem Mittagessen, war es auch schon Zeit für die Heimfahrt.“

Château de Moncel

 


Erlebnisberichte französischer Schülerinnen, die im Oktober 2007 am Austausch mit der Klasse 8e und ihrer Französischlehrerin Frau Koch beteiligt waren:

Chers amis

Notre dernière rencontre date du mois d’octobre et nous nous rappelons encore de votre arrivée …
Nous étions tous impatients de vous connaître et le moment tant attendu est arrivé !

Moi, Clémence, j’ai fait la connaissance d’Anja Bieschke, il était 12h30 et nous avons mangé à la cantine. Tous les élèves de notre collège qui n’habitent pas sur Jarny mangent au collège entre midi et 2h. Après le repas, nous étions repartis dans les classes avec nos correspondants. Comme vous avez pu le constater, chez nous les cours durent une heure. En rentrant des cours, j’ai fait connaissance avec Anja et je lui ai fait visiter ma maison, ensuite nous avons regardé « Le Destin de Lisa » à la télé et je lui ai présenté mes parents.

Le lendemain nous sommes allés à Amnéville, nous avons visité l’Aquarium où il y avait des tortues et des poissons. A midi nous avons mangé au McDonald’s où certains avaient leurs repas tirés du sac. Après le repas nous avons joué à des devinettes préparées en francais pour les Allemands. L’après-midi nous sommes rentrés chez nous.

Moi, Nolwenn, j’ai joué avec ma correspondante (Virginia Flohr) au Uno avec mes parents et ma sœur. Nous avons été faire des courses, elle m’a dit ce qu’elle aimerait manger ….

Nous avons discuté, regardé la télé.

Le lendemain matin nous avons préparé notre pique-nique, après nous sommes allés visiter l’Opéra de Metz. Le midi nous avons eu un peu de temps pour faire des achats. Les Allemands ont acheté des souvenirs pour leurs familles. L’après-midi nous avons fait un rallye et nous avons visité le musée. Nous sommes arrivées chez nous, nos parents sont venus nous chercher car il n’y avait pas de bus le mercredi.

Le jeudi nous avons été en salle informatique avec nos correspondants, nous avons réalisé un diaporama, nous avons commenté les photos prises pendant les 3 jours. Nous avons aussi accueilli la journaliste du Républicain Lorrain. Nous avons mangé à la cantine. Puis nous avons raccompagné les Allemands à l’endroit de départ. Nous étions tous un peu nostalgiques et tristes du départ de nos correspondants.

Cette échange était génial, nous avons hâte de vous revoir au mois de mai !!!

A bientôt !!

Clémence et Nolwenn, élèves du Collège Aragon à Jarny


Eine Partnerschülerin stellt ihren Heimatort vor:

Austauschprogramm 1998/1999
LINKENHEIM -> JARNY 1998

Austauschprogramm 1999/2000
LINKENHEIM -> JARNY 1999
JARNY-> LINKENHEIM 2000

Austauschprogramm 2000/2001
LINKENHEIM -> JARNY 2000
JARNY-> LINKENHEIM 2001

Austauschprogramm 2001/2002
LINKENHEIM -> JARNY 2001
JARNY-> LINKENHEIM 2002

Austauschprogramm 2002/2003
LINKENHEIM -> JARNY 2002
JARNY-> LINKENHEIM 2003

Austauschprogramm 2003/2004
LINKENHEIM -> JARNY 2003
JARNY-> LINKENHEIM 2004

Austauschprogramm 2004/2005
LINKENHEIM -> JARNY 2004
JARNY-> LINKENHEIM 2005

Austauschprogramm 2005/2006
LINKENHEIM -> JARNY 2005
JARNY-> LINKENHEIM 2006

Austauschprogramm 2006/2007
LINKENHEIM -> JARNY 2006
JARNY-> LINKENHEIM 2007

Austauschprogramm 2007/2008
LINKENHEIM -> JARNY 2007
JARNY-> LINKENHEIM 2008

Austauschprogramm 2008/2009
LINKENHEIM -> JARNY 2008
JARNY-> LINKENHEIM 2009


Austauschprogramm 2009/2010
LINKENHEIM -> JARNY 2009
JARNY-> LINKENHEIM 2010