NWA-Kooperationskreis des OSA KA

Linie

Schuljahr 2003/2004

Home


NWA-Kooperationskreis des OSA KA

1. ORGANISATION  

1.1. Mögliche Verteilung der NWA-Stunden

In der Kontingentstundentafel stehen für NWA 24 Std. zur Verfügung. Bei der Verteilung der Std. auf die 6 Schuljahre können die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Außerdem ist auch auf die Verteilung der Std. anderer Fächer zu achten, um besondere Belastungen der Schülerinnen und Schüler in einzelnen Jahrgangsstufen zu vermeiden.

  insgesamt 24 NWA-Stunden
Klasse 10 3 4 4 3 X10
9 6 4 5 5 X9
8 6 4 5 5 X8
7 3 4 4 3 X7
6 3* 4* 3* 4* X6
5 3* 4* 3* 4* X5

* davon 2 Std. in Halbklassen möglich (jeweils nach Organisationserlass, Teiler liegt bei

20 - Teilungen sind möglich in Klasse 5,6,7- Organisationserlass gibt insgesamt 4,5 Std))

 

1.2. Unterrichtsorganisation

  • In den Klassen 5 bis 7 wird themenorientiert gearbeitet.
  • In den Klassen 8 und 9 werden die erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten in Fachmodulen vertieft. Es kann auch auf dieser Stufe themenorientiert unterrichtet werden.
  • In Klasse 10 wird projektorientiert an (zwei) Schwerpunktthemen gearbeitet.

1.3. Deputatsverteilung

  • In den Klassen 5 bis 7 kann jede naturwissenschaftlich gebildete Lehrkraft alle Themenfelder unterrichten. Das Erreichen der Standards gelingt allen Lehrerinnen und Lehrern des Fachbereichs NWA, egal ob sie Biologie, Chemie oder Physik studiert haben. Lehrkräfte, die zusätzlich eine Ausbildung in Technik haben, können für diese Stufe besonders wertvoll sein.
  • Besonders günstig ist eine Teambildung mit gemeinsamer Vorbereitung in jeder Klassenstufe: jede Lehrkraft kann sich mit ihren besonderen Fähigkeiten einbringen.
  • Die Vertiefung in Klasse 8 und 9 in Fachmodulen kann von einer Lehrkraft oder von verschiedenen Fachlehrern geleistet werden – auf jeden Fall gibt es nur eine NWA-Note.
  • Die Schwerpunktthemen in Klasse 10 für projektorientiertes Arbeiten können von den Fachlehrern in Absprache mit den Schülern festgelegt werden. Denkbar ist für die Wahl der Schwerpunktthemen auch die Auflösung der Klassenverbände.

1.4. Stundenpläne

Der NWA-Unterricht in einer Klasse sollte aus pädagogischen Gründen auch in den Halbklassen vom gleichen Lehrer unterrichtet werden ("wir unterrichten nicht Fächer, sondern Kinder"):

  • Die Doppelstunden in Halbklassen finden nacheinander am Nachmittag statt.
  • Parallel zur Doppelstunden NWA in Halbklassen findet z.B. IT-Unterricht in Halbklassen statt.
  • Monoedukativer Unterricht ist empfehlenswert, weil dann die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Vorgehensweisen der Mädchen und Jungen besser berücksichtigt werden können.

In allen Klassenstufen sollte "Naturwissenschaftliches Arbeiten" möglichst in Doppelstunden stattfinden.

Randstunden eignen sich besonders für projektorientiertes Arbeiten, weil so bei Bedarf leicht längere Projektzeiten entstehen können (Verlängerung in den Nachmittag).

  Mo Di Mi Do Fr
1 8e NWA       10d NWA
2        
3 *5b NWA I
    5b IT II
7a NWA 8e NWA

*6c NWA (alle)

 
4  

*5b NWA (alle)

 
5 *5b NWA II
    5b IT I
  10 d NWA 7a NWA 8e NWA
6  
7   *6c NWA I      
8        
9   *6c NWA II      
10        

*kann so von einer Lehrkraft unterrichtet werden

1.5. Umorganisation der Unterrichtsräume und der Sammlungen

Die sehr unterschiedlich ausgestatteten naturwissenschaftlichen Räume sollten für die Realisierung des "Naturwissenschaftlichen Arbeitens" eine gleiche Grundausstattung erhalten, damit in jedem Raum alle naturwissenschaftlichen Themen der Klassen 5 bis 7 bearbeitet werden können. Folgende Grundausstattung ist sinnvoll:

  • Schutzbrillen
  • Kartuschenbrenner
  • Dreifüße mit Keramikdrahtnetz
  • Stative
  • feuerfeste Unterlagen
  • Glaswaren (RG mit Ständer, Bechergläser, Petrischalen, Erlenmeyerkolben, Trichter, Standzylinder)
  • Porzellanschalen
  • Tiegelzangen, Holzklammern, Spatel
  • Pinzetten, Scheren, Pipetten
  • Lupen
  • Küchenmesser
  • Thermometer
  • Batterien
  • Kabel mit Krokodilklemmen
  • Lampenfassungen, Lämpchen
  • Magnete, Kompassnadeln
  • Teelichter, Streichhölzer
  • RG-Bürsten, Lappen, Spülmittel, Plastikwannen
  • Schülerlexika

Wenn diese Grundausstattung für die NWA-Räume unterschiedlich farbig gekennzeichnet wird, lässt sich leichter gewährleisten, dass in jedem Raum die entsprechende Ausstattung vorhanden bleibt.

Schwieriger für die Realisierung von NWA sind gestufte Räume oder auch naturwissenschaftliche Räume in verschiedenen Etagen der Schule (wegen der gemeinsamen Vorbereitung). In den Klassenstufen mit Halbklassen bietet sich die Nutzung der Technikräume für NWA an. Sie sind dann entsprechend auszustatten.

Günstig ist auch eine Umorganisation der Sammlungen:

  • Ein Schrank als gemeinsame naturwissenschaftliche Lehrerbüchererei mit Schulbüchern, Themenheften, Experimentieranleitungen, Nachschlagewerken und
  • gemeinsamen Ordnern mit Arbeitsblättern zu den entsprechenden Themen (von allen für alle) hilft bei der Umsetzung von NWA.
  • Geräte, Anschauungsobjekte, Chemikalien sollten so deponiert werden, dass sie von jedem Unterrrichtsraum erreichbar sind.
  • Themenkisten mit entsprechender Materialzusammenstellung ersparen auf Dauer das lästige Zusammensuchen.

 

1.6. Kommunikation im Fachbereich

Absprachen unter den NWA-Lehrkräften und ein offener und kollegialer Umgang sind notwendig bei:

  • der Deputatsverteilung
  • der gemeinsamen Jahresplanung (mit evtl. unterschiedlichen Ausprägungen)
  • der gemeinsamen Unterrichtsvorbereitung oder den Absprachen bei der Unterrichts-vorbereitung
  • der Nutzung der arbeitsteilig erstellten Arbeitsblättern
  • den Absprachen zur Materialbeschaffung
  • der schulinternen Fortbildung zum Umgang mit Geräten usw.

 

1.7. Realisierung des TOP TA

Das themenorientierte Projekt "Technisches Arbeiten" lässt sich innerhalb von NWA realisieren, entsprechende Themen werden in NWA (z.B. Bewegung in Technik und Natur) vorgeschlagen. Möglich ist aber auch eine gesonderte Ausweisung von Unterrichtszeit.

Idee 1: Die NWA-Lehrkraft ist auch Technik-Lehrkraft. Sie berücksichtigt das TOP TA in ihrer Jahresplanung.
Idee 2: Die NWA-Lehrkraft gibt Unterrichtszeit an eine Technik-Lehrkraft ab, die in Absprache mit der NWA-Lehrkraft das TOP TA realisiert.
Idee 3: Die Schule plant Projektzeiten für die Realisierung verschiedener TOPe.
Idee 4: Eine NWA-Lehrkraft und eine Technik-Lehrkraft unterrichten im Team in einer Klasse.
Idee 5: Eine Technik-Lehrkraft traut sich zu, in Absprache und mit Unterstützung NWA zu unterrichten.

 

1.8. Übergangslösungen für Klasse 6 und 7

Die Bearbeitung folgender Themen wird für das Schuljahr 2004/ 05 empfohlen:

Klasse 6 Klasse 7
Umgang mit Stoffen aus dem Alltag Umgang mit Stoffen aus dem Alltag
Luft Luft
Geheimnisvolle Kräfte Experimentieren mit Schall oder Licht
Fortbewegung in Technik und Natur Wasser

2. EVALUATION

2.1. NWA ist ein Kernfach

Die Realschule Baden-Württemberg hat

  • durch das Verbinden der naturwissenschaftlichen Fächer zum Fächerverbund NWA,
  • durch die einem Kernfach adäquate Stundenzahl (24),
  • durch eine methoden- und arbeitsorientierte naturwissenschaftliche Fachdidaktik, die eine starke inhaltliche Exemplarität bedingt,
  • und durch die Formulierung von entsprechenden NWA-Standards

die Voraussetzungen geschaffen, dass neben den bisherigen Kernfächern der Fächerverbund "Naturwissenschaftliches Arbeiten" Verantwortung für eine orientierende, aktuelle und nachhaltige Bildung übernehmen kann. Der Kernfachstatus für NWA – auch als Reaktion auf die Ergebnisse der PISA-Studie und auf das veränderte Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler - ist einerseits ein Signal für die Bedeutung naturwissenschaftlicher Kompetenzen, andererseits verpflichtet er diesen Fächer-verbund zur Förderung allgemeiner Kompetenzen. Für NWA als Hauptfach gelten die in der neuen Notenverordnung festgelegten Vorgaben:

  • In NWA sind wie in allen Kernfächern 4 Klassenarbeiten pro Schuljahr vorgeschrieben.
  • Der Begriff "Klassenarbeit" wird weiter gefasst als bisher.

 

2.2. Vergleichsarbeiten

Bei diesen Klassenarbeiten werden Termine, Aufgaben und Bewertungsmaßstäbe vom Kultusministerium landeseinheitlich vorgegeben. Sie überprüfen das Erreichen der Standards Ende Klasse 6 und Ende Klasse 8.

  • Ende der 6. Klasse und Ende der 8. Klasse werden nach Entscheidung der GLK zwei Kernfächer und ein Nebenfach überprüft.
  • Die Überprüfung der Standards in NWA kann Ende Klasse 7 schulintern stattfinden.

 

2.3. Versetzungsordnung

Die bestehende Versetzungsordnung behält ihre Gültigkeit, auch wenn sich die Anzahl der Kernfächer und die der Nebenfächer ändert. 2.4. Abschlussprüfung In NWA (Hauptfach) wird jeder Schüler, jede Schülerin ab dem Schuljahr 2007/ 08 eine Projektprüfung ablegen, die höchstwahrscheinlich Teil der mündlichen Abschlussprüfung sein wird. Die Details sind noch nicht geklärt, aber

  • die Prüfung muss als Einzelprüfung eines z.B. in einer Gruppe erarbeiteten Themas stattfinden. Die Erarbeitung kann vor dem Prüfungszeitraum erfolgen.
  • in der Projektprüfung muss der Prozess der Erkenntnisgewinnung deutlich werden
  • es wird eine Einbeziehung von Versuchsanordnungen im experimentellen Bereich und entsprechender Recherchematerialien notwendig sein.

 

2.5. Ideen für andere Formen der Leistungsbeurteilung

  • Versuche protokollieren und deren Ergebnisse interpretieren
  • Langzeitbeobachtungen dokumentieren
  • Experimente durchführen
  • Unterricht im NWA-Ordner dokumentieren
  • Ergebnis einer Recherche darstellen
  • "Lernen an Stationen" durch entsprechende Ausarbeitungen dokumentieren
  • ein "Neigungsthema" präsentieren
  • die Anwendung einer naturwissenschaftlichen Erkenntnis im Alltag dokumentieren und werten
  • ein natürliches oder technisches Phänomen erkennen, beschreiben, seine Gesetz-mäßigkeiten erkunden und ein Modell zu seinem Verständnis entwickeln
  • teamfähig sein – im Team bessere Ergebnisse erreichen
  • Lesekompetenz zeigen – Informationen sichten, gliedern, bewerten

zusammengestellt von RR'in J.Geörg, in Absprache mit dem RS-Referat des MKJS

zurück