Mails 1999 |
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Tue, 27 Jul 1999 Bei meinem letzten Besuch in Deutschland konnte ich erstaunt feststellen, daß einige Umbauten an der Realschule stattgefunden hatten. Sieht gut aus ! An Herrn Bendoraitis viele Grüße ! Sein Musikunterricht war doch ziemlich vielseitig (er versteht mich schon, möge er sich doch nur an das Phänomen "Baseballmütze", "Schlagzeugstock" oder "Schlüsselbund" erinnern). Hoffentlich geht es auch Frau Stieglbauer gut. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich sie einmal als Aushilfe im Deutschunterricht. Und wenn meine Denkmaschine auch im folgenden Fall richtig arbeitet, hatte ich ansonsten Frau Weißbach-Beck in Deutsch. Ihren Namen kann ich wohl heute noch nicht richtig schreiben.. . Ach, was waren das doch noch Zeiten ! Wenn ich nun an den ganzen Papierkram denke, der zu meiner Einschulung hier in Spanien benötigt wurde, wird mir heute noch ganz anders. Apostille hier, Übersetzung da, aber selbst kein Wort verstanden. Tja. Doch irgendwie hat es doch funktioniert, und ich kam in die achte Klasse der Gesamtschule "Pou de la Muntanya". Nach der - glücklicherweise bestandenen - achten Klasse kam dann plötzlich das Erwachen des Schulministeriums in Alicante : ich hatte die siebte Klasse nicht zu Ende gebracht. Ihr Vorschlag : Die Noten der achten in die Lücke der siebten quetschen, und die achte wiederholen. Wohl verständlich, daß ich dazu keine Lust hatte. Einziger Ausweg : Prüfung in Alicante über die gesamte Materie des achten Schuljahres. Die habe ich zum Glück auch bestanden, und so blieb mir ein verlorenes Jahr erspart. Die Schulen hier sind nicht so ganz mit denen in Deutschland vergleichbar. In jüngster Zeit gab es einige Demonstrationen von Schülern sowie deren Eltern, da die Ausstattung diverser Schulen manchmal mehr als dürftig ist. Schon allein die Sitzplätze, nämlich Tisch-und-Stuhl-in-einem, waren mir verhaßt. Aber auch das ging vorbei. Doch nun zurück zu Ihnen. Ist Herr Jung noch auf Ihrer Schule ? Ein leises Grinsen schleicht sich noch heute auf mein Gesicht, wenn ich an den Erdkundeunterricht denke, an dem ich nach der Lektüre eines Abschnittes im Erdkundebuch fragte, was denn bitte eine Pipeline sei ? Schönheitsfehler : So gesprochen wie gelesen. Nun denn, ich habe ja schon immer eher "geschwätzt" als gedacht. Mein absoluter Favorit bei den Lehrern war Herr König. Sein Geschichtsunterricht hätte ewig dauern können. Nie wieder habe ich einen Lehrer erlebt, der die entsprechende Materie so interessant verpackt an seine Schüler bringt. Noch heute bewundere ich ihn dafür. Ach, und wie hieß dieser Unterricht noch gleich, in dem man mit Holz oder Metallen gearbeitet hat? Ich gebe ja zu, mein Gedächtnis ist schrecklich. Doch das Schlüsselschränkchen habe ich bis nach Spanien geschleppt, um her festzustellen, daß ich es einfach nicht zusammenbekomme.. . Meine Eltern tun sich doch noch etwas schwer mit der spanischen Sprache, selbst nach fast sechs Jahren. Sie können sich zwar mit Händen und Füßen verständigen, doch der eigentlich dafür zuständige Mund hat noch schwerste Probleme mit der Grammatik. Regen Kontakt mit ehemaligen Mitschülern habe ich so gut wie keinen mehr. Lediglich mit Meike Bickel ist der Kontakt noch nicht ganz abgebrochen. In ihrem letzten Brief teilte sie mir mit, daß sie nun eine Lehrstelle bei der Deutschen Bahn als was-weiß-ich-was bekommen hat. So geht nun jeder seiner Wege. Meine eigene Zukunft liegt wohl hier in Spanien. Meine Arbeit bei dem genannten Steuerberater bereitet mir viel Spaß, doch langsam aber sicher werde auch ich urlaubsreif. Ansonsten würde ich gerne schreiben, schreiben, schreiben. Kurzgeschichten, einfach alles. Doch meistens fehlt mir der gewisse "Anstoß". Wie einfach war es doch noch bei den Aufsätzen, bei denen man das entsprechende Thema angegeben bekam.. . Jetzt funktioniert das nur noch, wenn ich "an etwas zu knabbern" habe, kurz : wenn mich was aufregt. So, dann wünsche ich Ihnen allen ruhige und erholsame Ferientage. Machen Sie weiter so ! Als Schüler erkennt man die Arbeit der Lehrer nie, die sich doch so anstrengen, einen jeden auf das Leben vorzubereiten. Es ist in vielen Fällen so : erst hinterher ist man schlauer. Doch Sie alle können stolz auf sich sein ! Es grüßt Sie aus dem warmen und sonnigen Denia, Elisabeth Schlecht
Tue, 20 Jul 1999, Spanien Halli Hallo ! Überraschenderweise habe ich eure Web-Seite im Internet gefunden ! Es hat mich fast vom Hocker gehauen. Vielleicht erinnert sich noch jemand an mich, die ehemalige Schülerin. Bis 1993 war ich auf eurer Schule. Mein Name : Elisabeth Schlecht. Ich wohnte in Graben - Neudorf und 1993 zog ich mit meinen Eltern nach Spanien, in die schöne (zur Zeit ziemlich touristenvolle ) Stadt Denia bei Alicante. Ich hoffe, es geht Euch allen gut. Seit zwei Jahren bin ich hier bei einem deutschen Steuerberater zur Ausbildung, was mir sehr viel Spaß bereitet. Noch ein Jahr, dann ist meine Ausbildung endlich rum. Öfters habe ich daran gedacht, Euch doch mal einen Brief zu schreiben. Doch nun hat sich das wohl auf wundersame "Internet"-Weise erledigt. Im August habe ich endlich Urlaub und werde meine Schwester in Karlsruhe besuchen. Endlich. Der Stress hier geht mir echt auf die Nerven. Manchmal ist das schon komisch, wenn ich mich an meine Schulzeit bei Euch erinnere. Man lernt - mehr oder weniger - und ist sich gar nicht bewußt, für was eigentlich. Erst viel später merkt man, daß man die ganzen gelernten Sachen doch braucht. Aber dies dem jeweiligen Schulkind beizubringen, ist so gut wie unmöglich. Tja. So isses halt. Ich werde jetzt noch eine Weile auf Eurer Web-Seite rumgucken, und dann werde ich mal Feierabend machen. Heute war wieder ein Abgabetermin der Einkommensteuererklärung. Im Finanzamt war es tierisch heiß und dementsprechend fertig bin ich auch. Also, laßt es Euch gutgehen und - bloß nicht unterkriegen lassen ! Eure, Elisabeth Schlecht Grüße aus dem ca. 35°C warmen (und schwülen) Denia. Adios !
Fri, 2 Jul 1999, USA Hi, habe mir mal wieder Eure neue Web-page angesehen - vor allem um zu sehen,ob ich was ueber ein 25-Jaehriges der ' 74 Klasse sehe. Nun muss ich aber sagen, dass Euch in der Geschichte ein Fehler unterlaufen ist. Die Gemeinde hatte 1975 kein 700-jaehriges Bestehen. Bitte denkt daran, dass Hochstetten leider nicht so alt wie Linkenheim ist. Linkenheim feierte 1977 die 1200. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwaehnung . Da meine Mutter aus Hochstetten stammte und mein Vater aus Linkenheim, liegen mir beide Ortsteile am Herzen, doch ist Linkenheim eben doch der aeltere Ortsteil. Ansonsten finde ich alles sehr gut und informative. Viele Gruesse Waltraud Hannigan, frueher Waltraud Ritz Thu, 17 Jun 1999, USA Liebe Frau Herrmann, sehr geehrtes Lehrerkollegium! Da ich derzeit Praktikant in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York bin, möchte ich die Möglichkeit nutzen, als ehemaliger Schüler (Abschlußjahrgang 1988 glaube ich, Klasse 10 b, Herr Geörg) der Realschule Linkenheim-Hochstetten, die besten Grüße von hier nach Deutschland zu übersenden. Als ich bei den Feierlichkeiten anläßlich des 30 - jährigen Bestehens der Realschule war, habe ich mit großem Interesse die Entwicklungen der Computer AG verfolgt. Eine davon war die überaus gelungene Webseite der Realschule. Ich habe sie mir von hier aus (mit etwas Heimweh) angesehen und habe mich gefreut, daß auch ich einmal Schüler an dieser Schule war. Nun hoffe ich, mein Studium so bald als möglich ebenso erfolgreich zu beenden, wie seinerzeit damals die Realschule. Wenn der Weg auch manchmal schwierig ist, wie man sieht lohnt er sich letztlich. Wesentlichen Einfluß bei der Weiterentwicklung und Ausbildung hatten dabei natürlich einige Lehrer, die hiermit kurz namentlich gegrüßt sein sollen: (sofern sie noch an der Schule sind...) Herr Villinger, Herr Aigner, Herr Geörg, Herr Gall, Herr Wolf, Frau Heckert und alle anderen, die in irgendeiner Form ihren Beitrag zum Gesamterscheinungsbild der Realschule geleistet haben. Ganz besonders hervorheben möchte ich allerdings Frau Hermann, die für ihre Schüler wohl immer eine Bereicherung bleiben wird. Zuletzt möchte ich mich noch als Auskunftsstelle für jegliche Fragen anbieten, die mit den Vereinten Nationen, der Stadt New York, Studium oder was auch immer zu tun haben, denn es besteht nicht immer eine Möglichkeit vor Ort zu fragen. Wie gesagt, ich freue mich über jegliche Rückmeldungen...... Bis denn, ich werde noch bis Anfang Juli hier sein. Viele Grüße, besonders an sie, Frau Herrmann!
Helene (geb.Lusch) , 12.März.99 , Australien :
Ich lebe schon seit 11 Jahren in Australien und arbeite als Sekretaerin am Germanistischen Institut der Universitaet Sydney. Ich habe sogar Germanistik studiert - was meinen ehemaligen Deutschlehrer, Herrn Hengst, sicherlich freuen wird. Ich erinnere mich noch sehr gut an Frau Herrmann - die viel Geduld mit mir hatte und der es immer gelang, mich vor dem Sitzenbleiben zu retten! Leider sind die meisten meiner frueheren Lehrer(innen) nicht mehr an der Realschule. Ich moechte aber trotzdem meinen Englisch-Lehrerinnen Frau Czervencka und Frau Hoffman meinen Dank aussprechen - I couldn't have done it without you. Ueber Post aus meiner alten Heimat wuerde ich mich sehr freuen. Happy 30th Birthday!uwe mersch, 28.Februar 1999 hi, ich bin übrigens auch ein ehemaliger (abschlußjahrgang 74, also der erste jahrgang). gruß uwe mersch
Waltraud Hannigan, 7.Dezember 1998 Hallo, viele Gruesse aus Bethel, Maine (USA). Habe mit grossem Interesse Eure Web-site durchgelesen. Ich, Waltraud, bin eine fruehere Schuelerin - eine der ersten Abschlussklasse. 30 Jahre sind es nun schon seit dem ersten Jahr!!! Wie doch die Zeit vergeht. Meine herzlichen Glueckwuensche zum 30. Jubilaeum. Trotz der "wandernden Klassenzimmern" denke ich gerne an diese Zeit zurueck. Herr Koenig wird sich wohl an unsere Geschichtsarbeit erinnern, die wohl selbst Geschichte machte oder als wir ihn dazu ueberredeten uns zur Turnhalle an der Bahnhofstr. zu fahren. Die Ehemaligen werden sich an die "Zaeune, Zaeune, nichts als Zaeune" erinnern. Herr Gass, der dachte ich waere ein hoffnungsloser Fall in Physik - Jahre spaeter ist der Groschen endlich gefallen und ploetzlich hatte alles einen Sinn. Er wird sich noch an unsere Abschlussfahrt erinnern - das war eine interessante Woche ha-ha. Ich kann nur sagen, dass was diese Schule bietet, koennen die amerikanischen Schulen nicht mithalten. Das gleiche Kompliment geht auch an das Lehrerkollegium. Stehe noch in Verbindung mit einigen frueheren Mitschuelern, doch habe leider mit mehreren Kontakt verloren. Vielleicht koennt Ihr mir da helfen. Danke schon mal im Vorraus. Waltraud Hannigan, frueher Waltraud Ritz
Marcus Mueller , 12.10.98 , USA: Wenn ich meiner Ehefrau von der Schulzeit an der Realschule Linkenheim erzähle, ist sie oft erstaunt wie außergewöhnlich diese Schule war (und wahrscheinlich immer noch ist). Und sie hat recht: Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluß, daß diese Zeit mich am meisten geprägt hat.
9. Sep. 1999 Hallo, Markus Mersch 10a Jahrgang 1987 P.S.: Am 18.10.99 werde ich Euch heimsuchen...
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