GLÜCKLICHE REISE |
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Schuljahr 1999/2000
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GLÜCKLICHE REISE von Thornton Wilder
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Darsteller: | |
| Frau Kirby | Katharina Zinger 10b | |
| Herr Kirby | Sonja Müller 10b | |
| Karoline | Sarah Kirschbaum 10b | |
| Bobby | Nicole Müller 8a | |
| Naomi | Sevilay Veral 8a | |
| Miriam Scharinger 8a | ||
| Spielleiter | Ilse Tauber | |
| Regie | Ilse Tauber | |
| Gesamtausstattung: | Gemeinschaftsarbeit aller Teilnehmer |
Die Darsteller
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| Katharina | Sarah | Sonja |
| Spielleiter und Regie | ![]() |
Ilse Tauber |
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| Miriam | Nicole | Sevilay |
Naomi Kirby hat bei der Geburt ihr Baby verloren. Danach war ihr Gesundheitszustand längere Zeit besorgniserregend. Daher macht sich ihre Familie, die einige Stunden entfernt lebt, auf die Reise um sie zu besuchen. Aber die Reise verlangt nach Vorbereitungen, und viele alltägliche Kleinigkeiten drängen den eigentlichen, traurigen Anlass in den Hintergrund. Die Zuschauer müssen selbst entscheiden, wie glücklich die Reise ist. Thornton Wilder hat sein Stück als Theaterprobe angelegt, wodurch eine besondere Art von Komik entsteht. Ähnlichkeiten mit einer bekannten US-Serie können vom Autor nicht beabsichtigt sein, drängen sich aber geradezu auf. |
Aus dem Bericht in den BNN vom 21.Juli 2000:

Die Regisseurin schlüpft in die verschiedensten Rollen
...Fast unbeteiligt lässt sich die Regisseurin, die im
Verlauf der Aufführung in verschiedene Rollen schlüpft, auf der Bühne nieder und
begrüßt ganz nebenbei die sich langsam einfindenden Akteure.
Kaum merklich für die gespannten Mitschüler, Eltern und Lehrer schlüpfen die sechs
Realschülerinnen in ihre Rollen, und die resolute Frau Kirby (Katharina Zinger) nimmt die
Reisevorbereitungen fest in die Hand. Anlass der Reise ist die Tochter Naomi (Sevilay
Veral), die bei der Geburt ihr Baby verloren und sich physisch und psychisch noch nicht
erholt hat. Ganz besorgte Mutter, informiert Frau Kirby alle Nachbarinnen über die
bevorstehende Reise zu der kranken Tochter, klärt die Versorgung der Katze und hat noch
Zeit, sich über die geschminkten Wangen der Tochter Karoline (Sarah Kirschbaum) und das
Outfit von Sohn Bobby (Nicole Müller) aufzuregen. Endlich sitzen alle im Auto, und die
Fahrt mit dem perfekt gestylten Herrn Kirby (Sonja Müller) am Steuer geht los. Während
die mitteilsame Frau Kirby das Geschehen auf der Straße kommentiert, Karoline sich über
Werbetafeln auslässt und Bobby morgens Zeitungen austragen will, scheint kein
Familienmitglied mehr an Naomis Schicksal, den eigentlichen Reisegrund zu denken.
Am Ziel der Reise ist nach einer kurzen Frage nach dem Gesundheitszustand das Interesse an
dem vornehmen Haus, an den Einkäufen für das Frühstück und das Abendessen wichtiger.
Vaters Geschenk wird immer wieder betont. Die Frage seiner Tochter ("Bist du froh,
dass ich noch lebe?") überhört er. Auch die Mutter reagiert nicht auf das
Bedürfnis der Tochter, das Erlebte mit ihr zu besprechen.
Der Theater-AG der Realschule, einer AG für besonders
befähigte Schüler, gelang es, die Zuschauer mit ihrer "Glücklichen Reise" zum
Nachdenken anzuregen. Stehen im täglichen Leben nicht oft Nebensächlichkeiten im
Vordergrund und das Wesentliche wird verdrängt?
Theaterspielen sei wichtig für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung und biete die
Möglichkeit, sich mit den Problemen Anderer, die auch die eigenen sein könnten,
auseinander zu setzen, so Ilse Tauber. An der Realschule Linkenheim findet diese AG in
jedem Schuljahr mit dem Ziel einer öffentlichen Aufführung statt.
Weitere Photos vom Spielgeschehen: (zur Vergrößerung bitte jeweils auf ein Bild klicken)
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