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Colours
von Ilse Tauber
nach einer Fabel von James Thurber
19 Schülerinnen und Schüler aus Klasse 7, 8 und 10 brachten am 13. und 14. 7. 2010 ihr neues Stück auf die Bühne des katholischen Gemeindehauses in Linkenheim. Das Motiv für das Stück in 10 Bildern lieferte eine Fabel des Schriftstellers James Thurber. Darin beschuldigen die Wölfe die Kaninchen, an Todesfällen in den Reihen der Wölfe schuld zu sein, da Salatfresser und Möhrenknabberer Katastrophen verursachen.
Die Kaninchen sind zunächst verunsichert und wollen ihren Lebensraum wechseln. Aber die anderen Tiere bezeichnen sie als Feiglinge und so bleiben sie, hoffend auf deren Hilfe. Als ein weiteres Unglück eintritt, fallen die Wölfe über die so gefährlich andersartigen Kaninchen her, misshandeln und sperren sie ein. Die Menge der anderen Tiere verschließt vor den Übergriffen Augen, Ohren und Mund.
Ein recht düsteres Szenario. Schauspieler mit Kaninchenohren und Stummelschwanz? Nein das kann nicht sein. Also kleidet und schminkt die AG-Leiterin Ilse Tauber die Akteure in Lila (Wölfe), Grau (die anderen Tiere), Grün (Kaninchen) und verpasst den Grünen zusätzlich Fühler.
Die Lilas demonstrieren ihre militärisch reglementierte Lebensweise und die Grünen kochen, spielen, schwatzen, nähen in lustiger Runde. Aber kochen macht Rauch, lachen kostet Sauerstoff und Nähnadeln aus Stahl ziehen Blitze an, so meinen die Lilas, als einige der Ihren bei einem Brand, durch zu hartes Training und durch Blitzschlag sterben. Der Führer der militanten Lilas stellt die fatale Frage: „Wollt ihr, dass gegen die Mörder etwas getan wird?“ Es erschallt unisono ein „Jaaah!“ Eine ähnliche Frage kennen wir aus der Geschichte, die Grußhaltung auch. Jetzt allerdings mit der linken Hand.
Die Grünen schlafen ahnungslos und werden gewaltsam zusammengetrieben, man schneidet ihnen die Fühler ab und zwingt sie zum Gleichschritt. Bei den Zuschauern macht sich Gänsehaut breit. Im 10. Bild stehen die Grünen gebrochen und zu einem Haufen verschnürt, als die Grauen erscheinen und sich bei den Lilas über die Sachlage erkundigen. Die Auskunft ist spärlich und abweisend. Aber die Grauen tragen sowieso Scheuklappen und Ohrenschützer, da verwundert auch die letzte Geste nicht mehr: Hand auf den Mund.
Nur eine Musik kam für den Schlussakkord in Frage: „Heal the world, make it a better place!“ (Michael Jackson)

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