Der gute Mensch von Sezuan

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Schuljahr 2006/2007

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In diesem Schuljahr hatte sich die Theater-AG ein ganz großes Projekt vorgenommen: Der gute Mensch von Sezuan, ein Theaterstück Bertolt Brechts, entstanden zwischen 1930 und 1942.

Die Erzählung spielt in der chinesischen Provinz Sezuan, könnte jedoch überall spielen, wo Menschen von Menschen ausgebeutet werden.

Die AG-Mitglieder erarbeiteten sich anhand des Originaltextes ihre Rollen, probten die Szenen und kamen im Verlauf dieser Arbeit am und mit dem "epischen Lehrtheater" zu dem Entschluss, dass die einzelnen Figuren in aufeinanderfolgenden szenischen Auftritten mit auf die Person angepassten, selbst umgeschriebenen Texten auftreten sollten.

Die so umgestaltete Aufführung fand am vorletzten Schultag, dem 24.Juli 2007 mit minimaler und dadurch sehr effektvoller Kulisse unter Einbeziehung der Treppe zum Obergeschoß des Schulhauses statt. Der Aufführungsort passte ideal zur gewählten Inszenierung.

 

Inhalt des Stückes

In Sezuan besuchen drei Götter die Erde, um gute Menschen zu finden. Sie wollen beweisen, dass das möglich ist.

Nur die Prostituierten Shen Te erfüllt diese Anforderung. Sie nimmt persönliche Nachteile in Kauf, um anderen zu helfen und bietet den drei Göttern ein Nachtquartier. Als sie am nächsten Morgen von ihren massiven Geldsorgen berichtet, helfen ihr die Götter. Shen Te kauft sich einen kleinen Tabakladen, um nicht mehr als Prostituierte arbeiten zu müssen.

Sie will sich in Zukunft nur noch gut verhalten, was sich allerdings zunehmend als schwierig herausstellt, da ihr selbstloses Handeln sehr schnell ihr gesamtes Geld aufbraucht. Am Ende verliert sie sogar ihren Tabakladen.

Um dennoch weiterhin „gut zu sein und doch zu leben“ erfindet sie den rücksichtslosen Vetter Shui Ta, um ihre Existenz zu retten und als Shen Te weiterhin helfen zu können. Sie wird jedoch abermals betrogen und zudem schwanger. So verwandelt sie sich noch einmal in den Vetter Shui Ta und baut mit ausbeuterischen Methoden eine florierende Tabakfabrik auf. Da sie daher als Shen Te monatelang nicht mehr gesehen wird, kommt das Gerücht auf, Shui Ta hätte sie umgebracht.

Shen Te wird als Shui Ta vor Gericht gestellt, sie erzählt den Richtern – den drei Göttern – ihre Geschichte. Obwohl deutlich wird, dass der Anspruch der Götter „gut zu sein und doch zu leben“ in dieser Welt nicht erfüllbar ist, wollen die Götter das nicht wahrhaben.

Am Ende wird der Zuschauer aufgefordert eine eigene Lösung zu finden:

„Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“

Figuren

Shen Te - Die Hauptperson des Stückes heißt Shen Te, gespielt von Aline aus der Klasse 9c.
Selbstlos hilft sie, wo sie nur kann. Doch schnell bemerkt sie, dass ein guter Mensch in dieser Welt nicht überleben kann.

Shui Ta - der angebliche Vetter von Shen Te, jedoch in Wahrheit Shen Te in Verkleidung.
Er ist im Charakter der Gegensatz Shen Tes: egoistisch, rücksichtslos, skrupellos, nur darauf aus, sich eigene Vorteile zu schaffen.

Wang - der Wasserverkäufer, gespielt von Julia, Klasse 7d.
Wang führt in das Stück ein und ist die Verbindung zwischen den Göttern und der wirklichen Handlung.


Die Götter, gespielt von Christoph (7b), Philipp (7a) und Tobias (7b)
Sie sind nicht so, wie man sich Götter normalerweise vorstellt, sind weder allwissend noch allmächtig sondern menschlich. Brecht gestaltete die Götter als Widerspiegelung der modernen, wegschauenden und dummen Gesellschaft. Dies wird besonders in der letzten Szene deutlich, wo sie Shen Te mit ihren Problemen allein lassen.

Neben diesen Hauptfiguren erzählen noch viele andere Personen aus der Stadt aus ihrer Sicht die traurige Geschichte von Shen Te und ihrem misslungenen Bemühen, gut zu sein.

Der Bruder - gespielt von Julia (7c) Eine Frau - gespielt von Mandy (7c) Die Schwägerin - gespielt von Sophie (6a)
Ein Mann - gespielt von Saskia (6a) Der Neffe - gespielt von Kristina (7a) Die Hausbesitzerin Mi Tzu - Ricarda (9c)
Eine Arbeitslose - gespielt von Denise (6a) Witwe Shin - gespielt von Ramona (7d) Ein Polizist - gespielt von Janek (8b)
Yan Suns Mutter - gespielt von Melanie (7d) Flieger Yan Sun - gespielt von Daniel (10c) Wang, die Wasserverkäuferin - Selina (8b)
Kellnerin / Aufseher - Katharina (8b) Teppichhändlerin - gespielt von Jessica (7b) Barbier - gespielt von Maren (7b)
  Teppichhändler - gespielt von Sandra (7d)  

Vielen Dank an die Schauspielerinnen und Schauspieler unter Leitung von Ilse Tauber.

Das war eine große Leistung wie ihr euch mit diesem schwierigen und berühmten Stück auseinandergesetzt habt.

 

 

 

 

 

 

 

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