Nazis im Netz - Organisationsstrukturen |
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Schuljahr 2008/2009
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Die Szene ist unterschiedlich organisiert: Es gibt Parteien, Vereine und "Kameradschaften". Die bekanntesten Parteien sind die NPD, die DVU und die Republikaner. Auf Jugendliche wirken die so genannten "Kameradschaften" besonders anziehend, wie z.B. die „Heimattreue Deutsche Jugend“, die „Autonomen Nationalisten“, oder das „Collegium Humanum“. Die veranstalten Ausflüge, Zeltlager, Wanderungen und Liederabende. Außerdem organisieren sie politische Schulungen oder drillen ihre Mitglieder geistig und militärisch. Was sie machen: In den Nachrichten hört man oft von Nazi-Demonstrationen oder -Aufmärschen. Allerdings werden auch antinazistische Demos parallel dazu organisiert. Falls die zwei Gruppen aufeinander treffen geht es nicht immer friedlich zu. Aber rechtsextreme Organisationen werben nicht nur durch Plakate oder Aktionen. Auch auf Schulhöfen wird mit Protestblättern und CDs geworben aber ich denke ich brauche euch nicht zu sagen, dass ihr euch auf keinen Fall mit denen einlassen dürft. "Das Bekenntnis zum historischen Nationalsozialismus, übereinstimmende Feindbilder und Ideologieelemente bilden die Basis für eine politische Zusammenarbeit von Freien Nationalisten und der NPD", sagt dazu der Verfassungsschutz. Mehr Infos über dieses Thema findet ihr unter: Wie sie sich organisieren Verbote rechtsextremistischer Gruppen durch den Staat umgeht die Szene inzwischen durch politische Arbeit in Gruppierungen ohne durch das Grundgesetz verbotsfähige Strukturen. Unser Rechtsstaat hat es verdammt schwer, sich dagegen zu wehren, ohne selbst Unrecht zu begehen. Er muss Rechtsverstöße eindeutig nachweisen, um die Gruppen bestrafen oder verbieten zu können. Aber es gelingt immer besser, siehe ZEIT ONLINE, 07.04.2009. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Hannover vom März 2009 beunruhigt. Jeder siebte Jugendliche hat bei der Befragung "sehr ausländerfeindliche" Einstellungen geäußert, 4,9 % der befragten Jungen gehören einer rechten Gruppe oder Kameradschaft an. Rund 45.000 Jugendliche aus den neunten Klassen in 61 repräsentativ ausgewählten Städten und Landkreisen wurden dafür 2007 und 2008 befragt.
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