Das Handy ein Risiko für Kinder und Jugendliche?

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Schuljahr 2008/2009

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Rasanter Anstieg laut JIM-Studie:

1998 besaßen erst 8% der 12-19 Jährigen ein Handy.

2007 waren es schon 94%.

Damit kommen fast alle Jugendlichen mit den CCCs in Berührung:

Content: ungeeignete Inhalte
Mit vielen Handys kann man mittlerweile im Internet surfen. Dort stoßen Kinder und Jugendliche auf viele unzulässige Inhalte. Handys werden aber auch dazu genutzt, um problematische Film- oder Fotoaufnahmen zu erstellen, anzuschauen und zu verbreiten.

Contact: riskante Kontakte
Beliebte Internet-Dienste wie Chats und Instant Messenger werden zunehmend handytauglich.
Sie bergen Risiken wie sexuelle Belästigungen oder die Ausspähung persönlicher
Daten.

Commerce: Kostenrisiken
Telefonieren, SMS und MMS sowie viele Handy-Downloads kosten Geld. Hier besteht das Risiko, dass die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt wird und sie die Kosten nicht mehr im Griff haben.

Nicht alles, was mit dem Handy auf Schulhöfen oder am Nachmittag gemacht wird, ist unproblematisch. Mit der Handy-Kamera zum Beispiel kann richtig Unsinn gemacht werden, der im schlimmsten Fall als Straftat gewertet werden kann. Unbedachtes Hochladen von Fotos ins Internet, virtuelles Mobbing sind kein Spaß. Da kommt das dicke Ende für den Verursacher oft noch nach Jahren (warum steht in unserem Beitrag "Mobbing").

Ist das Handy eine Schuldenfalle für Jugendliche?

Das trifft natürlich nicht immer zu - aber leider immer häufiger. Mit den stetig steigenden Nutzungsmöglichkeiten wächst auch die Gefahr, dass du aus Unwissen oder Neugierde teure Hotlines nutzt, ein Abo buchst oder an kostenpflichtigen Gewinnspielen teilnimmst. Ein großes Problem sind auch teure Klingeltöne.

Tipps:

  • Bei großen Handyrechnungen ist der Vertrag gegen eine Prepaidkarte einzutauschen. Man kann nur das vertelefonieren was man auf der Karte hat.
  • Reagiert nicht auf Lockanrufe. Eure Neugier bezahlt ihr mit teuren Rückrufnumern.
  • "Gebrandete" Handys. Einige Hersteller sind dazu übergegangen, spezielle Dienste vorab einzurichten. Das bereits durch den Druck auf eine besonders zentral platzierte Taste erfolgt. Eine unangenehme Folge: Steckt das Handy in der Tasche, ohne dass die Tastatursperre aktiviert ist, so kann ein versehentlicher Druck auf die Taste zu hohen Kosten führen! Deaktiviert solche Voreinstellungen. Man nennt das "debranden".
  • Bei Bestellungen achtet immer auf das Kleingedruckte. Dort stehen oft versteckte Gebühren.

Gefunden unter http://www.bernhardkeller.de/Projekte/_Jugendkulturen__-_Inhalt/_Jugendkulturen__-_Vielfalt/_Jugendkulturen__-_HipHop/_Jugendkulturen__-_Graffiti/_jugendkulturen__-_handy.html
mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Keller



Problem "Free-SMS"

Der Trend bei den Free-SMS-Anbietern geht zu anmeldepflichtigen Angeboten. Bei zahlreichen Anbietern ohne Anmeldung muss man sich erst mit unzähligen Klicks durch Werbeseiten zum Eingabeformular der Nachrichten oder der Sendebestätigung durchkämpfen, oft am Ende vergebens obwohl die entsprechenden Internet-Seiten großspurig mit tausenden von Free-SMS werben, die aber merkwürdigerweise immer dann verbraucht sind, wenn du sie nutzen willst ...

Ganz schlimm wird es, wenn vor Absendung der SMS Angaben von dir gefordert werden oder im Kleingedruckten der AGB steht, dass durch das Absenden der SMS ein Vertrag zustande kommt. Das Internet ist voll von Berichten Geschädigter wie z.B. folgendem (http://www.netzwelt.de/forum/vermeintliche-gratisdienste-abofallen/47663-problem-top-freesms.html):

"Hallo Leute!
also, ich hab folgendes Problem und ich hoffe ich finde hier Hilfe: Folgendes ist passiert: am 25.06.2007 habe ich eine, scheinbar, freesms von top-freesms.com versendet.
Nun habe ich heute eine SMS auf mein Handy erhalten, in der stand, ich habe eine Mahnung in meinem E-Mail Postfach von der eben erwähnten Seite..."

"Ich hab das gleiche Problem! Ich bin eigentlich generell bei solchen Seiten vorsichtig und gebe grundsätzlich eine falsche Emailadresse an (wegen Spam). Als ich damals gemerkt hatte, dass ich diese Seite nur durch den Code per Email aktivieren kann, habe ich die Seite einfach geschlossen und vergessen. Leider haben die jetzt meine Handynummer. Mir war bis gestern nicht bewußt, dass ich versehentlich ein ABo eingegangen bin. In der Mahnung stand: Sie haben sich am 25.06.2007 um 23:16:10 Uhr unter der gespeicherten IP 91.17.61.218
bei dem SMS-Service top-freesms.com angemeldet und damit einen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen.
Wir fordern Sie auf, den noch offenstehenden Betrag in Höhe von 144.00 Euro für die von Ihnen in Anspruch genommene Leistung bis zum 26.07.2007 zu begleichen."

Wichtig wenn so was passiert: Lass dich nicht verunsichern. Du schreibst einen Widerruf und schickst es als Einschreiben/Rückschein los. Ein möglicherweise folgendes Inkassoschreiben beantwortest du mit dem Hinweis, dass es sich um eine strittige Forderung handelt. Wenn das auch nichts hilft, wende dich an die nächste Verbraucherzentrale.



Warnung vor Gratisspielen im Internet

Per SMS und Anruf über eine 0900-Nummer sollen sich die Spieler des "Umsonst-Games" Zubehör beschaffen, um weiter zu kommen. "Dutzende gravierende Fälle" registrierte die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Auf oftmals heimlichen Wegen produzieren Kids so Rechnungen von bis zu 2000 Euro

Auf der Seite der Nordrheinwestfälischen Verbraucherzentrale http://www.vz-nrw.de/UNIQ125501072823337/link620551A.html kann man außerdem noch lesen:

"Kinder, die sich vor Spielbeginn registrieren, müssen lediglich per Häkchen bestätigen, dass sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen "zur Kenntnis genommen" haben. In dem bis zu 17 DIN-4-Seiten langen Kleingedruckten stecken - tief verborgen – zumeist wenig aussagekräftige Hinweise über mögliche Kosten. Wer´s liest, erfährt, dass Eltern in die finanzielle Verantwortung für die Bestellungen ihrer Kinder genommen werden."

Weitere Infos rund um mögliche Kostenfallen bei Handys gibt es hier:

http://www.handysektor.de/index.php/Tagcloud/tag_kostenfallen/

Was waren das noch Zeiten ...

Problem "Free-SMS"

Warnung vor Gratisspielen im Internet

Video zum Thema "Happy Slapping" vom Informationszentrum Mobilfunk e.V.
"Zuerst beschimpfen sie ihn, dann verfolgen sie ihn ..."
http://www.youtube.com/user/infozentrummobilfunk

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