Mobbing, Bullying und Cybermobbing

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Schuljahr 2008/2009

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Aggressionen unter Schülern werden heute oft als "Bullying" oder als "Mobbing" bezeichnet. Man unterscheidet körperliches (z.B. schlagen, stoßen, treten), verbales (z.B. "dumme Sprüche" nachrufen, drohen, hänseln) und indirektes Bullying (Gerüchte verbreiten oder jemanden ausschließen). Jungs berichten mehr von körperlichem Bullying, Mädchen mehr über verbales Bullying und indirektes Bullying.

"Worte können wie körperliche Gewalt verletzen" sagte eine Expertin an der Freien Universität (FU) Berlin mit Schwerpunkt Sprache und Medien in einem dpa-Gespräch.
Quelle: http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/expertin-worte-koennen-wie-koerperliche-gewalt-verletzen;1161557

"Kann man durch Worte so verletzt werden, wie durch Taten?"
Die Antwort findet ihr unter http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070716230308AAikKSr

Sind neue Medien wie Internet und Handy im Spiel, wird diese Form der Gewalt Cybermobbing bzw. Cyberbullying genannt. Die Wirkung des Cybermobbings ist um ein Vielfaches schlimmer als das des herkömmlichen Mobbings, denn das Mobbing-Opfer kann nun überall gemobbt werden, auch zu Hause. Gerüchte verbreiten sich im Internet in Sekundenschnelle. Nach Schulschluss wird nicht nur wie früher vielleicht geprügelt, inzwischen werden Gewalttaten vorher geplant, damit ein Kumpel den Angriff auf Video festhalten kann, das Prügelvideo wird anschließend ins Internet gestellt.

Die Opfer von Mobbing sind zum Beispiel Mitschüler die keiner Clique angehören, kleiner sind als ihre Mitschüler, sich durch ihren Dialekt, ihre Kleidung, Frisur, Meinung unterscheiden. Durch ihr Abweichen von der "Norm" sinkt der Rückhalt in der Gemeinschaft. Die Bezugspersonen (Freunde), die das Opfer ansprechen könnte, nehmen rapide ab. Nun hat der Täter freie Hand, er kann sein Opfer mobben ohne dass dieses auf Hilfe aus seiner Umgebung hoffen kann.

Aber nicht nur die Opfer leiden meist sehr lange, manchmal lebenslang. "Cyber-Mobbing"-Videos bleiben in der Regel im Internet ewig erhalten, können für den Verursacher, wenn er alt genug geworden ist, noch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, einschließlich Haftstrafen in einer Jugendstrafanstalt oder im Gefängnis. Auch die Chance auf einen Studien- oder Arbeitsplatz kann durch ein solches Video auch noch nach Jahren zunichte gemacht werden.

Das folgende Video zeigt wie sich solche Situationen entwickeln können. Auch wenn es von Schülern in England gedreht wurde, die Situation ist auch hier nachvollziehbar.

Um das Video anzuschauen kopiert ihr bitte den Link
http://www.digizen.org/cyberbullying/fullfilm_de.aspx

(Wir dürfen leider nicht direkt verlinken ...)

Video zum Thema

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