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Projekttagebuch
Zu Beginn des Schuljahres wurden wir Lukas, Kevin, Jens und Claudia von Frau Werner, unserer Lehrerin angefragt, ob wir nicht Interesse hätten, an ihrer Geschichts-AG teilzunehmen.
Da wir alle an Geschichte interessiert sind, sagten wir zu.
Bei unserem ersten Treffen in einem Cafe in Linkenheim stellte sie uns das Projektvorhaben vor: die Teilnahme am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, durchgeführt von der Körberstiftung mit dem Thema
»Helden: verehrt – verkannt – vergessen«
Bei unserem nächsten Treffen, das an der Pädagogischen Hochschule stattfand, kamen wir auch zum ersten Mal mit den beiden Tutoren Herr Methner und Frau Roschitz zusammen, die uns bei unserer Projektarbeit betreuen sollten. |
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Wir hatten bei unserer Suche nach unserem Helden folgende Kriterien zu beachten: Es sollte keine lebende Person sein und er oder sie musste einen lokalen Bezug haben, das heißt, dass er oder sie aus unserer Gegend bzw. Region stammen musste.
Die Entscheidung fiel eindeutig für Adolf Kussmaul aus, da er im Nachbarort Graben geboren wurde und dabei aber wohl eine bedeutende Persönlichkeit war.
Schließlich begannen wir mit der Quellensuche und dazu gingen wir zunächst in die Badische Landesbibliothek nach Karlsruhe, wo wir uns Bibliotheksausweise erstellen ließen. Mit ihnen konnten wir uns selbständig mehr Infomaterial zu Adolf Kussmaul besorgen. |
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Nach dem ersten Sichten der Literatur machten wir beim nächsten Treffen ein Brainstorming zu unserer Heldenfigur. Dazu stellte jeder den Inhalt seines Buches in wenigen Worten vor und was darin Interessanten für unsere Arbeit steht. Im Anschluss daran trafen wir eine Auswahl der wichtigsten Themen zu Adolf Kussmauls Leben und Werken, mit denen wir uns näher beschäftigen wollten. Dazu bestellten wir auch seine Originalwerke in den Hauptlesesaal der Badischen Landesbibliothek.
Diese Originalwerke: Kussmaul, Adolf: „ Jugenderinnerungen eines alten Arztes“, 1899 und Kussmaul, Adolf: „Die Entwicklungs-Phasen der exacten Medicin“, 1866, durften natürlich nicht ausgeliehen werden. Solche Originalschriften hatten wir zuvor noch nie in der Hand gehalten. Schließlich ging es mit dem Lesen und Zusammenfassen der Materialien los. Dabei mussten wir darauf achten in eigenen Formulierungen zu schreiben und richtig zu zitieren. Das hat einen Großteil der Zeit in Anspruch genommen. |
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Zusätzlich zur Textarbeit überlegten wir uns schon eine mögliche Präsentationsform für unseren Beitrag.
Wir wollten unbedingt etwas anderes machen, als nur eine schriftliche Ausarbeitung abzugeben.
Herr Methner schlug uns den Mediator, ein Computerprogramm vor. Wir fanden das eine super tolle Idee, da das Programm sehr vielseitig ist und man viele Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung hat. Mit dem Mediator kann man eine selbstlaufende Lern-CD-Rom erstellen.
Beim nächsten Treffen führte uns Herr Methner in Karlsruhe an der Pädagogischen Hochschule in das Computerprogramm ein. |
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Für unsere Arbeit benötigten wir noch ein Gruppenbild. Dies erledigte Frau Prof. Liebig für uns, die an der Pädagogische Hochschule Karlsruhe auch das Fach Geschichte lehrt.
Neben dieser Arbeit gingen wir unter anderem nach Graben, um dort die Andenken unseres Helden zu fotografieren. In Karlsruhe fotografierten wir das Straßenschild der Kussmaulstraße. Wir versuchten Informationen vom Rathaus in Graben-Neudorf zu bekommen. Dabei stellte sich heraus, dass zu Lebzeiten Kussmauls keine Geburtsurkunden üblich waren. Vom Museumsverein in Graben-Neudorf erfuhren wir, dass die Geburt von Adolf Kussmaul nur in dem Kirchenbuch festgehalten wurde. |
Dazu kamen Interviews mit Passanten, zwei Krankenschwestern und einem Arzt. Die Passanteninterviews fanden in der Kussmaulstraße in Graben statt. Die Interviews mit den Krankenschwestern und dem Arzt fanden auch alle persönlich statt.
Die interviewten Personen kannten alle die Person Kussmaul. Wir waren überrascht, dass alle, auch die Passanten, Adolf Kussmaul kannten. Das hatten wir nicht erwartet! |
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Das erledigten wir alles in unserer Freizeit.
Nun trafen wir uns 2- 3mal in der Woche zum Arbeiten. Manchmal trafen wir uns ohne die Erwachsenen und arbeiteten an der CD- Rom. Allerdings muss man sagen, dass wir bei der Arbeit mit dem Mediator doch immer wieder auf Hilfe angewiesen waren .
Unser Haupttreffpunkt fand in der Schule statt. War es an der Schule nicht möglich, gingen wir zum Arbeiten an die PH Karlsruhe und manchmal zu Frau Werner nach Hause.
In der Endphase, wenige Tage vor dem Abgabetermin 28. Februar 2009 legten wir noch einen Zahn zu und trafen uns sogar in den Faschingsferien!
Das Einfügen der Texte beanspruchte mehr Zeit als gedacht …
Die spendierten Hamburger und Pizzen erleichterten uns die langen Arbeitstage an denen wir bis zu sechs Stunden arbeiteten, auch freitags.
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Insgesamt war es viel Arbeit, aber interessant und manchmal sogar amüsant, mehr über die Person Adolf Kussmaul herauszufinden. Manchmal waren wir überrascht, was wir über ihn herausfanden, wie z. B., dass er ein Mitbegründer des Begriffs „ Biedermeier“ war und dass er als Wissenschaftler auch Schriftsteller und Dichter war.
In der Gruppe verstanden wir uns gut und es gab auch keine Konfliktpunkte.
Die Tutoren waren nett und gaben uns Hilfen an die Hand, mit denen wir uns besser in der Bibliothek und dem Mediator zurechtfinden konnten. Frau Werner musste sich insgesamt auch zurückhalten, weil es anders als im Unterricht mit Themen und Notengebung lief. Wir glauben, das war für sie auch eine gute Erfahrung. |
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Preisverleihung
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