Der Fühlweg |
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Schuljahr 2000/2001
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1)
Pädagogische Bedeutung
Garten-AG der RS Linkenheim auf "neuen Wegen"... Ein Bericht von Dipl. Päd. Ulrich Brefka Die beiden Pädagoginnen Esther Zabler und Stefanie Bortone betreten mit einer originellen Kreation in Sachen Schulgarten-Gestaltung in der Tat "Neuland"... Gemeinsam mit ihren 11-13jährigen "Klein- bzw. Junggärtnerinnen" haben sie einen sogenannten Fühlweg inmitten von Pflanzen, Bäumen und sattem Grün angelegt: einen Durchlauf von 7 quadratischen, 60 x 60 cm großen Feldern, die aus unterschiedlich strukturierten "Fühlelementen" (Naturmaterialien und -produkten) bestehen. Nach einem grob-kieselsteinigen Einstieg folgen Waldboden, Rasen, Sand, Kies, Steinplatten und schließlich - bevor der barfüßige Fühl-Füßler dem mit 220 Pfählen umrandeten Parcours wieder entsteigen darf - ein fast knietiefes Wasserbecken. Damit das Fühlerlebnis noch den entscheidenden "Kick" erhält, ist der Pfad mit verbundenen Augen zu "durchfühlen" - auf Wunsch an leichter Hand geführt... Da in allen von Schule tangierten "Räumen" nichts passieren sollte, was nicht zugleich auch pädagogischen bzw. bildenden Charakter hat, gilt es noch die Erziehungs- und Lerneffizienz "herauszufiltern" – das Lernziel qualitativ in den Rahmen des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrages einzuordnen: Einmal können senso-affektive, zum anderen aber auch soziale und kognitive Lernziele an dem Fühlweg festgemacht werden. Die polyvalenten Kontakt- und Reizerfahrungen können übergreifend in ein sensibleres Wahrnehmen von Um- und Mitwelt hineintransferiert werden - also Begegnungsräume konstruktiv beeinflussen. Sie ermöglichen eine Erweiterung des Erfahrungshorizontes, begünstigen Schlüsselqualifikationen - wie Empathievermögen, kontinuierliche Lernbereitschaft, Aufgeschlossenheit für neue Erfahrungen und "Eindrücke" - und arbeiten damit der Ausbildung von Handlungskompetenz in besonders subtiler und produktiver Weise zu. Selbst verhaltenstherapeutische (Neben-)Effekte dürfen involviert werden – weil dem durch 7 (!) Felder führenden "Fuß- und Seelenwanderweg" angstlösende und Hemmungen abbauende Wirkungen zugeschrieben werden dürfen...
Nicht zuletzt haben die beiden Junglehrerinnen ein didaktisches Prinzip "postmoderner" Bildungsvermittlung befolgt – nämlich mit der Gestaltung von Lerngelegenheiten die in vieler Hinsicht verkrustete Instruktionsschule "aufzubrechen", ihr ein ergänzendes Profil, eine alternative Struktur zu verleihen... © ubk 06/2001
2) Von der Planung bis zur ersten Begehung
3) Planungsschritte Als erstes suchten wir einen geeigneten Ort, an dem unser Fühlweg angelegt werden sollte! Wir haben uns für sieben verschiedene Fühlelemente entschieden, die unterschiedliche Strukturen aufweisen. a) große Kieselsteine b) Waldboden c) Rasen d) Sand e) feiner Kies f) Steinplatten g) Wasser Für die einzelnen Fühlfelder wählten wir ein Maß von 60 cm • 60 cm.
4) Begehung Barfuß und mit geschlossenen Augen
5) Materialliste 220 Holzpfähle (6 cm Durchmesser, 30 cm Länge), Gummihammer, Schnur, Spaten, verschiedenen Elemente (Wasser, Kies, Sand, ...)
Erste Ernte
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